Bochum

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„Diskussionen unter den Stahlarbeitern“

Diskussionen unter den Stahlarbeitern, dabei bestimmt die Corona-Krise natürlich gerade das Thema.

Korrespondenz

Tagtäglich bekommen wir vom Vorstand neue E-Mails mit Verhaltensregeln und notwendigen Schutzmaßnahmen: Zwei Meter Abstand halten, häufiges Händewaschen, Desinfektionsmittel benutzen,... die Führungsebenen verabschieden sich ins Home-Office oder verbarrikadieren sich in ihre Einzelbüros, nur noch über Telefonkonferenz erreichbar. Alles richtig so!

 

ABER: was ist mit den Kollegen in der Produktion? Wie werden die geschützt? Warum wird überhaupt noch produziert? Es gibt kaum eine Massenproduktion, wo es möglich ist die notwendigen Schutzmaßnahmen einzuhalten. Mal davon abgesehen, dass bis heute nicht alle notwendigen Materialien wie Mundschutz, Handschuhe, Desinfektionsmittel usw. bei den Kollegen angekommen sind. Da stellt sich natürlich die Frage: Ist das nicht heuchlerisch wenn ein Ministerpräsident Armin Laschet sagt: bleiben sie zu Hause – es geht um Leben und Tod! Und gleichzeitig darf jeder Konzern für sich entscheiden, wie lange er seine Mitarbeiter sozusagen an die Schlachtbank führt?

 

Das ist eindeutig eine Zwei-Klassen-Politik, die das wahre Wesen des Kapitalismus zum Ausdruck bringt. Auch wenn Merkel bei ihrer Rede betont: „Jetzt müssen wir alle zusammenhalten – es geht um die Menschen!“, wird doch genau das in der Realität widerlegt. Nicht der Mensch steht hier im Mittelpunkt – sondern auch in der Corona-Krise soll die heilige Kuh des Kapitalismus, der Profit, nicht angetastet werden.