Antikommunismus

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In der Tschechischen Republik wurde das Denkmal für Iwan Konew abgerissen

In Prag ist am 3. April auf Beschluss der Munizipalbehörden Praga-6 das Denkmal für den sowjetischen Marschall Iwan Konew, unter dessen Führung im Jahre 1945 diese Stadt befreit wurde, abgerissen worden. Offensichtlich hat der Kampf gegen die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg eine neue Phase erreicht.

Korrespondenz aus Tschechien
In der Tschechischen Republik wurde das Denkmal für Iwan Konew abgerissen
(rf-grafik)

Heute wird in Europa ein neuer Krieg gegen die historische Wahrheit entfesselt: Es wurden mehr als hundert Denkmäler für sowjetische Soldaten beschmutzt oder zerstört. Man muss sagen, dass das auch in anderen europäischen Staaten passiert. Aber dort hat es keine offizielle Regierungsunterstützung. Der Krieg mit den historischen Denkmälern ist für den Bezirksleiter Praga-6, Ondřej Kolář, die Chance, sich politisch einen Namen zu machen.

 

Den noch immer gültigen Zusammenarbeitsvertrag des Jahres 1993 zwischen Moskau und Prag hat er anscheinend vergessen. Dem Vertrag zufolge soll Tschechien die Sicherheit für historische und kulturelle Denkmäler garantieren. Aber die tschechische Staatsregierung hat die Gesetzlosigkeit nicht beendet, und erklärt, dass sie sich in Angelegenheiten der Kommunalverwaltung nicht einmische.

In Kürze

Das Denkmal für Sowjetmarschall Iwan Konew in Prag wurde abgerissen (foto: Mil.ru (CC-BY 4.0))

 

Es muss auch daran erinnert werden, dass der sowjetische Marschall Iwan Konew dem aufständischen Prag als erster zu Hilfe gekommen ist. Unter seinem Kommando wurde seit Februar 1942 das 1. Tschechoslowakische Armeekorps gebildet, das an der Seite der Befreier kämpfte.

 

Die Handlungen der Prager Behörden zeigen uns den Mangel an Respekt für die Erinnerung an die antifaschistischen Helden, und den Mangel an Verständnis für die europäischen humanitären Traditionen und Normen. Die Europäische Union sollte beschämt sein.