Corona-Pandemie

Corona-Pandemie

"Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ - unter Corona für viele eine Zerreißprobe

Für viele Eltern und Kinder werden die Kontaktverbote, Ausgangssperren und Schul- sowie Kindergarten-Schließungen zunehmend zur Zerreißprobe. Der Alltag für Millionen Familien, in denen beide Eltern berufstätig sind, und für Alleinerziehende war oft schon bisher eine Herausforderung, trotz Betreuung in Kindergärten, Schulen und Netzwerken mit Großeltern und Verwandten. Für die große Masse der Familien fällt all das seit Mitte März weitgehend weg.

Korrespondenz aus Eisenach

Das von der Regierung viel gepriesene Homeoffice erweist sich vor allem bei Kindergarten-Kindern häufig als unmögliches Unterfangen.

 

Viele Kindergärten berichten von verzweifelten Anrufen von Eltern, die nicht wissen, wie sie ihre Kinder betreuen sollen, weil sie gezwungen sind zu arbeiten, um über die Runden zu kommen, und nicht ihren Job zu verlieren. Die Notbetreuung ist nur für einen kleinen Teil der Eltern zugänglich.

 

Jetzt zeigt sich offen, was im Kapitalismus alles auf die Familien abgewälzt wird – das verschärft die Krise der bürgerlichen Familienordnung.

 

Auch für die Entwicklung der Kinder ist es problematisch, wenn sie nicht raus können (in manchen Bundesländern bekommt man ja schon Probleme, wenn man „nur“ zum Spielen nach draußen geht) und wenig Kontakt zu anderen Kindern haben.

 

Während die Regierung von „Solidarität“ faselt, wird die Abwälzung der Krisenlasten auf Familien verstärkt. In einer sozialistischen Gesellschaft wäre es problemlos möglich, in den Wohngebieten Kleingruppen zur Kinderbetreuung einzurichten und ähnliches.

 

Sofortige Ausweitung der Notbetreuung auf Alleinerziehende und weitere Berufsgruppen!

Dauerhafte Verbesserung des Betreuungsschlüssels in den Kindergärten und Verkleinerung der Klassen! Mehr Lehrer und Erzieher ausbilden!

Voll bezahlte Freistellung von Eltern, die ihre Kinder betreuen müssen – bei kleinen Unternehmen muss dies der Staat finanzieren!