Arbeitsplatzvernichtung

Arbeitsplatzvernichtung

Polizeieinsatz gegen Mitarbeiterversammlung im Krankenhaus Schleiz

Die politischen Notstandsmaßnahmen werden immer dreister, wie am Donnerstag, 16. April, in Schleiz (Thüringen).

Korrespondenz aus Wuppertal

Dort soll das Krankenhaus geschlossen werden und die Belegschaft wehrt sich dagegen (siehe Rote Fahne News!)  Jetzt wollte der Greizer Krankenhausträger schon mal vorab die Küche des Schleizer Krankenhauses schließen. Obwohl die Küche in Schleiz immer gut gelaufen ist, soll das Essen künftig aus Greiz geliefert werden, weil dies "zur wirtschaftlichen Stabilität" beitragen würde.

 

In Wirklichkeit wird so das Schleizer Krankenhaus buchstäblich ausgehungert, um es dann nach Abflauen der Pandemie zügig schließen zu können.

 

Als der Geschäftsführer des Schleizer Krankenhauses gestern auf einer Mitarbeiterversammlung um 14 Uhr die Belegschaft informierte, rückte die Polizei mit mehreren Einsatzfahrzeugen an, um die Versammlung zu kontrollieren. Die Versammlung sei nicht angemeldet worden. Selbst das Gesundheitsamt sah keinen Grund zum Eingreifen. In einer Stellungnahme des Saale-Orla Kreises hieß es dann, es sei richtig gewesen, dass selbst Thorsten Bossert, der den Pandemiestab des Landratsamtes Schleiz leitet, nicht eingreifen wollte.

 

Die Belegschaften sollen, oft ohne ausreichenden Gesundheitsschutz in Krankenhäusern und Großbetrieben bis zum Umfallen arbeiten, aber wenn sie sich informieren wollen und für Arbeitsschutz, gegen Entlassungen und Betriebsschließungen protestieren wollen, soll das nach dem Willen der Profiteure strikt verboten und unterbunden werden.