Seebrücke Hamburg

Seebrücke Hamburg

Teilerfolg gegen Demo-Verbot

Noch am Sonnabend-Vormittag um 11 Uhr hieß es auf der Website von Seebrücke Hamburg: „Achtung: Große Abstandsmahnwache ist … von der Polizei Hamburg trotz unseres umfangreichen Sicherheitskonzeptes untersagt worden. Sie findet daher NICHT statt.“

Korrespondenz

Angemeldet hatte Seebrücke eine Menschenkette mit gebührenden Abständen, geschlossen um die gesamte Binnenalster im Zentrum der Stadt. Dann – blitzschnell - der Aufruf über die sozialen Netzwerke, der aber nur noch wenige rechtzeitig erreichte:

 

„Vier Mini-Mahnwachen statt großer Abstands-Mahnwache für Evakuierung der griechischen Lager und für unbehinderte Seenotrettung.“ Von der Polizei toleriert für je maximal 20 Demonstranten an den vier Ecken der Binnenalster.

Selbstbewusstes Auftreten bei schönstem Wetter

Aber tatsächlich kamen mehr – und nicht nur an den Ecken. Auch zwischen diesen reihten sich - auch direkt neben uns - immer mehr Leute in gebührendem Abstand ein. Kleine Fahrraddemos mit Fahnen und Plakaten zogen vorbei. Ein selbstbewusstes Auftreten bei schönstem Wetter.

 

Christoph Kleine von Seebrücke Hamburg fasste die gelungene Aktion so zusammen: „Protest im Kleinformat ist unzureichend, aber ein erster Schritt und besser als gar kein Protest.“

Bedeutender Teilerfolg

Unser Fazit: Ein bedeutender Teilerfolg gegen die berüchtigten Demoverbote des Hamburger Senats und seiner Polizei – nicht nur zu Corona-Zeiten. Ein wichtiger „Testlauf“ für den kämpferischen, gesundheitsbewussten 1. Mai 2020 in Hamburg! Weg mit allen politischen Demonstrationsverboten!