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DGB-Kundgebung erkämpft - Danach demokratisches Offenes Mikrofon

In verschiedenen Städten in Thüringen ließen es sich die DGB-Kreisverbände nicht nehmen, den 1. Mai auf der Straße durchzuführen, so auch in Jena.

Korrespondenz
DGB-Kundgebung erkämpft - Danach demokratisches Offenes Mikrofon
(rf-foto)

Das war eine Kritik an der Absage durch den Bundes-DGB und an der Absicht der Landesregierung, das Versammlungsverbot über den 1. Mai hinaus aufrechtzuerhalten.

 

Beteiligt waren IG Metall, ver.di, NGG, IGBCE, MLPD und REBELL, Linke, Grüne, SPD/Jusos, Frauenstreikbündnis und Mieterinitiative - insgesamt 85 Teilnehmer. Der Vertreter der NGG forderte Aufstockung des Kurzarbeitergeldes – sofort. Der 2.Bevollmächtigte der IG Metall trat für ein breites Bündnis aller fortschrittlichen Kräfte angesichts von Krise und drohender Arbeitsplatzvernichtung ein. Die Vertreterin der Linken forderte wie wir, dass die Flüchtlingslager in Griechenland sofort aufgelöst und die Flüchtlinge auf sicherem Weg nach Europa geholt werden. Diskutiert wurde die „Systemrelevanz“: Es sind die Arbeiter und Arbeiterinnen, die Pfleger, die Verkäuferinnen, die Frauen, ohne die nichts geht.

 

Während die Kundgebung insgesamt solidarisch durchgeführt wurde, bleibt es antikommunistisch motiviert, dass von den Parteien nur die MLPD kein Rederecht bekam. Wir hatten aber eine eigene Kundgebung direkt im Anschluss angemeldet und im „fliegenden Wechsel“ konnten alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen so auch unseren Redebeitrag hören und das offene Mikrofon nutzen.

 

Wir warfen auf, warum wir uns eigentlich gefallen lassen, dass im Kapitalismus die Monopole „systemrelevant“ sind und ihre Herrschaft über die Gesellschaft eine Krise nach der anderen produziert. Die notwendige Debatte um eine sozialistische Gesellschaft, wo der Mensch im Mittelpunkt steht, lassen wir uns durch antikommunistische Denkverbote der Herrschenden nicht nehmen.