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300 bei wahrhaft internationalistischem Bündnis

In Stuttgart ist zum 1. Mai ein im wahrsten Sinne des Wortes Internationalistisches Bündnis für eine Welt ohne kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung zustande gekommen.

Korrespondenz
300 bei wahrhaft internationalistischem Bündnis
(rf-grafik)

In Stuttgart ist zum 1. Mai ein im wahrsten Sinne des Wortes "internationalistisches" Bündnis für eine Welt ohne kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung zu Stande gekommen. An die 300 Menschen waren bei der Kundgebung dabei.  Beteiligt haben sich als Organisationen auch mit Ansprachen bei der Kundgebung: ADHK, ATIF, Bir-Kar, Deutsch-Iranische Freunde, Frauenverband Courage, Internationalistisches Bündnis, MLPD, Solidarität International, Umweltgewerkschaft Stuttgart, Volkskulturhaus.

 

Der Schlossplatz war hart umkämpft und konnte zuerst nicht genehmigt werden. Es war vereinbart: Wenn mehr als 70 Leute auf dem Platz sind, gehen wir zum Marktplatz. So "demonstrierten" wir dann zum Marktplatz und setzten unsere Kundgebung fort. Mit Ansprachen waren noch die "Offensiven Metaller" von Daimler Untertürkheim vertreten, mit ihrer Forderung, keine Dividende an die Aktionäre auszahlen - und den Lohn jetzt fortzahlen anstatt Kurzarbeitergeld. Ein Vertrauensmann von der SSB (Stuttgarter Straßenbahn) sprach für Betriebsräte und Vertrauensleute, die mit ihm zum 1. Mai gekommen waren.

 

Die musikalischen Beiträge, vor allem auch von dem bekannten Stuttgarter Musiker Onur Olgun - Sänger und Saz-Spieler - haben zum festlichen Charakter der Kundgebung beigetragen. Erste Antwort auf die Frage an eine  Rotfüchsin,  warum bist Du heute hier? "Weil ich jedes Jahr hier bin. Und dieses Jahr verkaufe ich Nelken. 50 Prozent vom Geld gehen an die Rotfüchse und 50 Prozent an die Flüchtlingskinder nach Moria. Und dann bin ich noch hier, damit die Arbeiter nicht den ganzen Tag so lange arbeiten, sondern Zeit für die Familie haben und trotzdem genug Geld."

 

In Stuttgart hatte bereits um 10 Uhr eine Kundgebung zum 1. Mai stattgefunden: Vor der Baustelle von Stuttgart 21 gegen "Sklavenarbeit auf S 21" Baustellen - (dazu wurde ein Extra-Bericht angekündigt). Die nächste Kundgebung war um 11 Uhr gegenüber Katharinenhospital - Klinikum Stuttgart, aufgerufen dazu hatte ver.di und es ging um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Bezahlung aller im Gesundheitswesen Beschäftigten.

 

Mit einer kleinen Gruppe hatten wir mit Schildern an beiden Kundgebungen teilgenommen.