Waren / 1. Mai

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50 Hoteliers bei ungewöhnlicher Mai-Kundgebung

Anders als sonst folgten gestern 50 Hoteliers und Gastronomen dem Aufruf der DEHOGA-Müritz und protestierten in Waren (Müritz) für die Rettung ihre Existenzen.

Korrespondenz

Während TUI, Condor und Adidas Milliarden Euro an staatlichen Hilfen bekommen, warten viele Hotels und Restaurants immer noch auf die „Sofort“-Hilfen. Die versprochenen „unbürokratischen“ KfW-Kredite werden von den Hausbanken abgelehnt, obwohl sie nur mit 10% Risiko beteiligt sind. Beim Kurzarbeitergeld dreht die Arbeitsagentur jeden Cent zweimal um, bevor ausgezahlt wird. Viele Kleinunternehmer, die ihre Häuser jahrelang mit viel Herzblut aufgebaut haben, stehen nun vor dem Aus.

 

Das Anliegen vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer war, dass unter entsprechenden Hygiene- und Gesundheitsschutzmaßnahmen, bald wieder Touristen nach Mecklenburg-Vorpommern reisen können. Darum gab es eine Diskussion, dass nicht die schnelle Öffnung das Wichtigste ist. Sondern es muss um ausreichend Hilfsgelder gekämpft werden, mit denen die notwendigen Schließungen überbrückt werden können. Große Empörung gibt es darüber, dass die Landes- und Bundesregierung bisher auf keinen der vielen offenen Briefe und Proteste der letzten Wochen reagiert haben.

 

Es ist ein wichtiges Signal, dass wir Hoteliers am 1. Mai dem internationalen Kampftag der Arbeiter protestiert haben. Umso mehr wir uns mit den Arbeiterinnen und Arbeitern zusammentun und von ihren Kampferfahrungen lernen, umso erfolgreicher werden wir unsere Forderungen durchsetzen können.

 

Die Warener Hotelgemeinschaft organisiert bereits die nächste Protestaktion. Diesmal in Berlin, bewusst am 8. Mai dem Tag der Befreiung vom Hitler-Faschismus. Wir freuen uns mit einem Teil unserer Kolleginnen und Kollegen dort protestieren zu können. Für weiteren Kontakt und Informationen bitte melden bei info@ferienpark-plauersee.de