München

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500 Menschen demonstrieren in Zweierreihen

Ein breites Bündnis aus verschiedenen Parteien und Organisationen nahm die Absage des 1. Mai durch den DGB nicht hin und meldete gemeinsam eine Demonstration an.

Korrespondenz

Einen Tag vor dem 1. Mai war es immer noch nicht klar, was erlaubt wird und es gab keine Genehmigung für eine Demonstration. Genehmigt wurde nur eine Kundgebung für 50 Leute. Gegen diesen Bescheid wurde umgehend Widerspruch eingelegt und am Morgen des 1. Mai trafen sich etwa 200 Leute am geplanten Punkt der Auftaktkundgebung.

 

Die Polizei erlaubt im konstruktiven Gespräch anschließend eine Demonstration und wir ziehen mit einem bunten Demonstrationszug, der von roten Fahnen geprägt ist, durch die Münchener Innenstadt. Insgesamt beteiligen sich ca. 500 Menschen an der Demonstration, wobei die Einhaltung des Gesundheitsschutzes stets gewährleistet ist, da immer nur zwei Leute nebeneinander gehen und zur nächsten Zweierreihe zwei Meter Abstand halten.

 

Anschließend findet noch eine kurze Abschlusskundgebung statt, bei der alle beteiligten Organisationen auch zu Wort kommen. Dieser 1. Mai war ein starkes Zeichen, dass die Arbeiter sich die Absage des 1. Mai nicht gefallen lassen und den Kampftag der Arbeiterklasse begehen wollen. Im Anschluss an die Demonstration des 1.-Mai-Bündnisses fand noch eine Kundgebung des Internationalistischen Bündnisses München statt, bei der etwa 50 Leute teilnahmen. An einem offenen Mikrophon konnte sich dort jeder und jede zu Wort melden. Hier wurde von allen Beteiligten eine Solidaritätsadresse an die streikenden Kollegen von Voith in Sonthofen beschlossen. Auch das ist ein Beispiel der praktischen Solidarität am 1. Mai.