Düsseldorf

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Jugend und Kinder vornedran

Das Internationalistische Bündnis Düsseldorf hat auf dem Johannes-Rau-Platz in Düsseldorf eine kämpferische 1. Mai-Kundgebung durchgeführt. Das ist der Platz, auf dem sonst immer die Abschlusskundgebung und die Stände des 1. Mai durchgeführt werden. Die Kundgebung wurde von Paul Straif, der auch für die MLPD Düsseldorf sprach, moderiert.

Korrespondenz
Jugend und Kinder vornedran
Die Rotfüchse hießen alle Passanten willkommen (rf-foto)

Es gab vielfältige Rede- und Musikbeiträge. Ein kämpferischer Kollege, Vertrauensmann im Düsseldorfer Daimler-Werk, sprach für die Gruppe „Automobilarbeiter & Friends Düsseldorf“. Er berichtete von den Erfahrungen der Internationalen Automobilarbeiterkonferenz im Februar 2020 in Südafrika und von den betrieblichen Erfahrungen im Kampf für Schutzmaßnahmen gegen Corona. Wer gestern und morgen zur Schicht kann, der kann auch heute zum 1. Mai!

 

Dass es unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen sehr wohl möglich und notwendig ist, dass die Arbeiter auf die Straße gehen, berichtete anschaulich ein Vertrauensmann des Düsseldorfer Henkel-Werks. Er war bereits auf dem „Sprung“ zur Spätschicht, denn bei Henkel werden sogar die Schichten ausgeweitet und auf 12 Stunden ausgedehnt! Ér kritisierte die Verbannung des 1. Mai ins Internet durch den DGB ausdrücklich und begrüßte diese Kundgebung. Der Frauenverbands Courage kritisierte die Abwälzung der Schulschließungen auf die Familien und dabei vor allem auf die Frauen.

 

Eine Genossin der kurdischen Bewegung berichtete von den Erfahrungen aus der Türkei. Zum „Schutz vor Corona“ wurden dort v.a. Kriminelle aus den Gefängnissen entlassen anstatt politische Gefangene. Solidarität International rief dazu auf, die Flüchtlingslager in Griechenland sofort zu evakuieren und berichtete von der gegenwärtige Bewegung von Flüchtlingen zur Auflösung der Camps in Deutschland.

 

Viele Passanten hörten aufmerksam zu und fotografierten die Transparente und Plakate mit wichtigen Forderungen. Die Vertreterin der revolutionären Weltorganisation ICOR berichtete von den Kämpfen und Erfahrungen anderer ICOR-Organisationen. Paul Straif entwickelte für die MLPD die Vision, wie in einer sozialistischen Gesellschaft mit den Gefahren der Corona-Pandemie umgegangen würde.

 

Die Jugend stand am 1. Mai mit vorne dran! Eine junge Schülerin für den REBELL berichtete von der gemeinsamen Aktion im Vorfeld, als sie an den Daimler-Werkstoren die Ankündigung für die 1. Mai-Kundgebung auf die Straße sprühten. Die Rotfüchse malten mit Kreide vor Ort und hießen alle Passanten willkommen. Sie sammelten tatkräftig Spenden für die Finanzierung der Kundgebung - natürlich unter Corona-Schutz!

 

Die Vielfalt der Beteiligten öffnete den Blick für die Verhältnisse in den Düsseldorfer Betrieben, aber auch in entfernten Ländern. Besonders im Beitrag für das Internationlistisches Bündnis wurde die Bewegung "Gib Antikommunismus keine Chance!" vorgestellt. Gemeinsam gesungen wurde Bella Ciao und die Internationale. Ein Highlight war ein sehr bewegendes kurdisches Lied, vorgetragen durch einen kurdischen Freund.