Corona-Krise

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Brief aus Russland: "Einige Menschen verhungern buchstäblich"

Ein Genosse einer russischen ICOR-Partei schrieb an "Rote Fahne News":

"Wir hoffen, dass das alles bald vorbei sein wird. Die Massen werden ruiniert. Besonders das Kleinbürgertum leidet darunter.


Die Quarantänesituation ist im Moment sehr angespannt. Zahlreiche kleinbürgerliche Existenzen werden ruiniert. Einige Menschen verhungern buchstäblich. Das ist kein Scherz. So hat zum Beispiel ein Reiseleiter aus Pskow schon lange keine Arbeit mehr.

 

Alle Museen sind geschlossen. Das Arbeitsamt funktioniert nicht. Es gibt keine Hilfe vom Staat und es gibt auch ein Verbot, einer Beschäftigung nachzugehen. Meine Freunde versuchten, zu arbeiten. Sie wurden mit einer Geldstrafe belegt.


Darüber hinaus ist die Kommunikation zwischen den Regionen schwierig. Tatarstan und Baschkirien sind ganz von der Außenwelt abgeschlossen. Man darf weder durchfahren, noch dorthin fahren. Das erschwert auch das Leben unserer Genossen.


In diesem Zusammenhang möchten wir auf die schwache Rolle des föderalen Zentrums hinweisen. Alle Probleme und ihre Lösung sind auf die Regionen abgewälzt worden. Da macht es jeder, wie es ihm einfällt. In der Region Jaroslawl gingen sie den Weg Schwedens und in anderen Regionen hat man die Grenzen vollständig geschlossen und die Menschen, die aus St. Petersburg und Moskau kommen, schicken sie in die Zwangsisolation. In unserer Stadt (Sankt Petersburg) ist alles recht liberal. Aber es ist noch nicht möglich, sich öffentlich zu versammeln.

 

Es wird geschätzt, dass 30 Millionen Menschen ohne Arbeit sind ...