Frankfurt am Main

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Dreistündiger Auto-Corso erreichte Tausende

Der 1.Mai in Frankfurt am Main war geprägt von zahlreichen Aktivitäten, trotz massiver Einschränkungen durch Corona und politische Notstandsmaßnahmen. Es fanden zwei Autokorsos, mehrere Kundgebungen statt, eine nicht genehmigte Demo wurde massiv unterdrückt. Die vom Internationalistischen Bündnis Rhein-Main angemeldete Demo wurde nicht genehmigt, aber alternativ ein Autokorso samt Kundgebung, für die wir in einer Woche intensiv die Werbetrommel rührten.

Korrespondenz

Das Internationalistische Bündnis Rhein-Main (ADHF, AGIF, ATIF, MLPD, REBELL, Yeni-Kadin, Courage und Aktivisten) wurden von weiteren Gruppen und Einzelpersonen tatkräftig unterstützt. Das vereinheitlichte Motto lautete: „Corona macht uns nicht mundtot - wir nehmen uns das Recht, auf die Straße zu gehen!“

 

Dem Aufruf zu einem Autokorso und einer Kundgebung schlossen sich viele an. Bei unseren angemeldeten und genehmigten Aktionen verhielt sich die Polizei kooperativ. Es waren mehr wie die genehmigten 40 PKW, die über drei Stunden lang einen sehr wirksamen Konvoi durch alle westlichen Stadteile und Wohngebiete veranstaltete.

 

Kurzreden und Musik aus dem Lautsprecherwagen, die vielen Fahnen stießen beim größten Teil der Passanten und Wohnbevölkerung auf große Zustimmung. Immer wieder Applaus, das Victory-Zeichen und geballte Fäuste. Ein Teilnehmer meinte danach „Da haben wir diesmal wohl deutlich mehr Menschen erreicht, wie sonst mit der Mai-Demo!“

 

Pünktlich um 15.30 Uhr begann dann unsere Kundgebung am Mainkai, beim 'Eisernen Steg' in der Nähe des 'Römer'. Viele Transparente der Migrantenorganisationen, Fahnen aller Beteiligten, kleiner Info-Bauchladen der MLPD und vor allem ein vielfältiges Programm zogen deutlich mehr Menschen an als die uns genehmigten 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Diese standen in Sicherheitsabstand auf den zuvor markierten roten Kreuzen.

 

Nach der Begrüßung der Moderatorin und des Organisators des Internationalistischen Bündnisses Rhein-Main folgte Musik vom Liedermacher Ernst Schwarz, dann Reden von MLPD, Atif, Yeni-Kadin, Courage, REBELL, AGIF, iranischer kommunistischer Arbeiterpartei und Sozialistische Arbeiterjugend. Zwischendurch Lieder der Pueblos und Unterstützer von 'Group Yorum' und abschließend eine Sängerin und Trommelgruppe von Yeni-Kadin. Erst ganz kurz vor Schluß ergoss sich ein Sturzregen über unsere Kundgebung – Glück gehabt.

 

Insgesamt unter diesen Sonderbedingungen eine sehr erfolgreiche Aktion. Wir werden alles gründlich auswerten und für die weitere, gestärkte Arbeit des Internationalistischen Bündnisses in Rhein-Main nutzen.