Mannheim

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Elf Organisationen ergreifen die Initiative für 1.-Mai-Kundgebung

Zum Glück regnete es nur beim Auf- und wieder beim Abbau, während der Kundgebung blieb es trocken. Das war für die Stimmung der gut 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr angenehm.

Korrespondenz

Viele rote Fahnen wehten über dem Platz, während Arbeiterlieder abgespielt und viele Reden gehalten wurden. Die Menschen verhielten sich diszipliniert, sodass die Polizei nichts auszusetzen hatte.

 

Insgesamt beteiligten sich 11 Organisationen an der von der MLPD angemeldeten Kundgebung, u.a. ATIF, MLKP, SYKP, yeni kadim, die Montagsdemo, Volksfront Europa, Kolleginnen und Kollegen der IG Metall etc. Grup yorum hatte leider kurzfristig abgesagt.

 

Fast alle Redner betonten, dass wir uns den 1. Mai nicht nehmen lassen, sondern auf die Straße gehen, um unsere Forderungen laut kundzutun. Natürlich wurde auch von fast jedem Redner die Verbindung zwischen der Corona-Krise und dem Kapitalismus hergestellt. Es wurde hervorgehoben, dass die Wirtschaftskrise hinter der Corona-Krise versteckt wird, die Kapitalisten aber diese Gesundheitskrise nutzen, um den Staat noch mehr vor ihren Karren zu spannen, während Arbeitsplätze im großen Stil abgebaut werden. Auch die zunehmende Armut wurde angeprangert, während große Konzerne trotz staatlicher Hilfen Boni auszahlen. Ebenso wurde der mangelhafte Gesundheitsschutz im Betrieb thematisiert.

 

Die Organisation UPOTUDAK, die sich hauptsächlich um die politischen Gefangenen in der Türkei kümmert, berichtete über das Todesfasten von zwei türkischen Genossen, Helin Bölek und Mustafa Kocak. Beide sind gestorben.

 

Ein Buchhändler hielt eine Rede vor allem zum Thema Corona. Die MLPD Ludwigshafen sprach uns ihren Dank und ein Kompliment für diese gelungene Veranstaltung aus. Insgesamt war es eine großartige Veranstaltung, die viel Kampfgeist ausstrahlte.

 

Würdevoll beschlossen wurde die Veranstaltung mit dem gemeinsamen Singen der „Internationale“ in mehreren Sprachen.