Siegen

Siegen

Breites überparteiliches Bündnis

Zuerst gab's ein Verbot, nach Einspruch wurden dann nur 20, nach gerichtlicher Verfügung 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur 1. Mai-Kundgebung durch die Stadtverwaltung genehmigt.

Korrespondenz

Die kamen dann auch zusammen - und noch viel mehr: um den abgegrenzten Bereich der „erlaubten“ 1. Mai-Demonstranten scharten sich an die 80 weitere interessierte Menschen, darunter viele Jugendliche und auch ausländische KollegInnen – unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsbestimmungen, versteht sich!

 

Das war das Ergebnis eines überparteilichen Bündnisses von Linken, DKP/SDAJ, MLPD, ADHK, Siegener Pflegebündnis und weiteren Personen und Organisationen, das sich die Tradition und Bedeutung des 1. Mai als internationalem Kampftag der Arbeiterklasse nicht nehmen lassen wollte, auch nicht unter „Corona-Bedingungen“.

 

Die Veranstaltung – durchgeführt als Mahnwache mit offenem Mikrofon – stand ganz im Zeichen der Kritik an einem kapitalistischen System, das seinen krisenhaften Charakter immer nur zu Lasten der breiten Massen zu kaschieren weiß. Unübersehbar waren die Forderungen nach Sicherung der demokratischen Rechte und nach internationaler Solidarität, unüberhörbar auch die Rufe nach einer anderen, gerechteren Gesellschaft, dem Sozialismus.

 

Die vorherrschende kämpferische und solidarische Stimmung aufgreifend rief der Redner der MLPD dazu auf, in diesem Geiste weiterzumachen, denn es gebe „viele Gründe, auch unter Corona-Bedingungen weiterzukämpfen“. Dieser Stimmung Ausdruck gab auch ein Gewerkschaftskollege, indem er spontan zum Abschluss der Kundgebung die „Internationale“ anstimmte, in die alle Teilnehmer dann auch lauthals einstimmten.