Dresden

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Genehmigung in letzter Minute

Bis gestern am späten Nachmittag war die Genehmigung der vom Internationalistischen Bündnis und der Dresdner demokratischen Montagsaktion angemeldeten Maikundgebung noch nicht entschieden.

Korrespondenz
Genehmigung in letzter Minute
(rf-foto)

Nach einer Woche Widersprüche, Proteste, Argumentationen - und der Entschlossenheit, unter allen Umständen, diese Kundgebung durchzuführen - dann das Einlenken der Behörden: "Wir sind Ihrem Anliegen nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt entgegengekommen." Ein großer Erfolg! Und so startete die Kundgebung "1. Mai - internationaler Kampftag der Arbeiterklasse" um zehn Uhr in guter Stimmung.

 

Die 15 erlaubtenTeilnehmer an markierten Plätzen in einem abgegrenzten Bereich schwenkten viele bunten Fahnen: das Internationalistische Bündnis, die Umweltgewerkschaft, die MLPD, die LINKE, eine Fahne mit dem kommunistischen Symbol Hammer und Sichel der Gruppe revolution. Am Vorplatz des Hauptbahnhofs war trotz Einschränkungen ziemlich viel los. Zu Spitzenzeiten fast 200 Menschen schauten der Kundgebung mit gebührendem Abstand zu.

 

Alle Redner eines breiten linken Spektrums kritisierten das bürgerliche Krisenmanagement. Einige Passanten schienen richtig glücklich zu sein, uns zu treffen und sangen am Ende begeistert und textsicher die "Internationale" mit. Ein toller 1. Mai in Dresden mit wichtigen politischen Impulsen für die Entstehung einer Einheitsfront gegen Faschismus und Krieg!

 

Die rigide Begrenzung der Teilnehmerzahl und der Dauer der Kundgebung auf 30 Minuten war sachlich nicht gerechtfertigt - die Maßnahmen des Gesundheitsschutzes hätten auch gut für eine ganze Stunde gewirkt. Die Linkspartei hatte zu Online-Aktivitäten aufgerufen. Einige ihrer Mitglieder, die live auf der Straße sein wollten, waren beim Internationalistischen Bündnis und der Montagsaktion herzlich willkommen.