Gelsenkirchen

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Keinen Fußbreit reaktionären Verschwörungstheoretikern!

Wir vom REBELL Gelsenkirchen erfuhren am Samstag Abend, dass am Sonntag, 26. April, ein aus dem rechten Spektrum organisierter Autokorso unter dem Motto "Unser Grundgesetz ist kein Klopapier" in Gelsenkirchen geplant war.

Korrespondenz
Keinen Fußbreit reaktionären Verschwörungstheoretikern!
MLPD-Transparent bei der gemeinsamen Protestaktion (Foto: Infozentrale)

Deswegen mobilisierten wir zielstrebig einige Genossinnen und Genossen von MLPD und REBELL, malten noch zwei Schilder, packten antifaschistische Transparente und zwei Fahnen und Masken ein. Außerdem nahmen wir noch eines von unserem am Vortag zur Mobilisierung für den 1. Mai neu gemalten Transparenten mit.


Die Organisatoren des Autokorso bekannten sich offen zu dem Musiker Xavier Naidoo, der schon länger mit antisemitischen und rassistischen Aussagen auffällt, und auch zur sogenannten "Corona-Rechtsanwältin" Beate Bahner, die öffentlich die Corona-Gefahr leugnet. Ähnlich wie heute in Gelsenkirchen wurden in letzter Zeit auch schon in Berlin und anderen Städten Aktionen von diesen Leuten durchgeführt, zu denen AfD-Symphatisanten, ultrareaktionäre Verschwörungstheoretiker, Impfgegner und auch Reichsbürger gehören.

Protest ist links

Empörend war auch, dass die WAZ die ultrareaktionäre Aktion als "parteilosen Protest" verharmloste, über den Protest des REBELL dagegen aber mit keinem Wort berichtete. Die Verteidigung der bürgerlich-demokratischen Rechte und Freiheiten ist richtig und wichtig, besonders jetzt, wo die Regierung diese unter dem Denkmantel von Corona extrem eingeschränkt hat. Klar muss aber auch sein: Protest ist links!


Reaktionäre Verschwörungstheorien und Antisemitismus führen nicht zu mehr Demokratie, sondern zu Mord und Gewalt wie in Hanau. Die angeblichen Verteidiger des Grundgesetzes werden die Ersten sein, die es abbauen, wenn es zum Beispiel darum geht, Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken zu lassen oder gemeinsam mit der AfD eine weitere Faschisierung des Staatsapparates durchzuführen.

Autokorso verstieß krass gegen Infektionsschutz

Dagegen trugen wir unseren demokratischen Protest auf die Straße. Wir verteidigten unser Grundrecht, gegen menschenverachtende Verschwörungstheoretiker zu protestieren und gleichzeitig mit den Menschen über eine sozialistische Alternative zum kapitalistischen Krisenchaos zu diskutieren.


Krass war auch, dass die Teilnehmer des Autokorsos vor der Abfahrt mit fünf und mehr Leuten zusammenstanden und sich in keiner Weise an den Infektionsschutz hielten. Auch die Autos packten sie mit Leuten voll. Das alles passierte unter den Augen der Polizei, die dieser Verstoß überhaupt nicht interessierte.