Albstadt

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Kurzarbeit ab Juni, jetzt aber noch Vollgas geben

Aus einem mittelständischen Metallbetrieb im Zollernalbkreis wird berichtet:

Korrespondenz

Kürzlich rief der Meister alle Mitarbeiter der Abteilung zusammen. Nach dem Produktionsstopp bei den großen Autokonzernen hätte man erwarten können, dass auch bei uns die Produktion stillgelegt wird. Zumal es einige Kollegen mit Corona-Verdacht gab, die ein bis mehrere Tage im Betrieb waren.

Gesundheitsschutz für bessere Ausbeutung?

Stattdessen ließ die Geschäftsleitung einige widersprüchliche Statements ausrichten: Kurzarbeit ab Juni, bitte Stundenkonten abbauen. Jetzt ist aber noch viel Arbeit da, also Vollgas geben und dafür gegebenenfalls Stunden aufbauen. Phrasen wie „Die Gesundheit der Mitarbeiter steht im Zentrum“ wirken lächerlich. Sollen die Arbeiter ihre Gesundheit doch vor allem deshalb schützen, um sich in Krisenzeiten noch besser ausbeuten zu lassen.

 

Gegenüber diesem Vorgehen wachsen grundsätzliche Kritik und Empörung. Gleichzeitig muss die Auseinandersetzung weiter gegen eine Unterschätzung der Ansteckungsgefahr im Betrieb und für den offensiven Kampf um Schutzmaßnahmen bis hin zum bezahlten Produktionsstopp geführt werden.

 

Das wird natürlich auch ein Thema beim bevorstehenden 1. Mai sein.