1. Mai Jena

1. Mai Jena

Zeit für die Anliegen der Gesundheitsbeschäftigten

Am 17. März wandten sich 30 "Teamdelegierte" des Uniklinikums Jena an die Landesregierung von Thüringen.

Korrespondenz

" ... Diese Pandemie trifft auf ein Gesundheitssystem, welches für solche Szenarien nicht gerüstet ist … Nicht mehr die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten stehen im Mittelpunkt, sondern die betriebswirtschaftlichen Gewinne jeder einzelnen Erkrankung! … Jetzt werden die Schwächen des Just-in-Time-Konzepts deutlich, denn es ist für den Ausbruch einer Pandemie völlig ungeeignet … Das System bricht zusammen. Viele Entscheidungen der letzten Jahre haben die Krankenhäuser zu 'Fabriken' werden lassen. Kolleginnen und Kollegen kehrten ihrem Beruf den Rücken, ... weil die Arbeitsbedingungen immer schlechter wurden."

 

Während die Bertelsmann-Stiftung und die Leopoldina vor Monaten die Schließung von Hunderten Krankenhäusern forderten, wurden die Beschäftigten aktiv: „Wir mussten auf die Straße gehen, um für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen … Krankenhäuser gehören in öffentliche Verantwortung, Gesundheit ist keine Ware". Doch im Kapitalismus wird alles zur Ware. Das Gesundheitswesen wurde im Interesse von Krankenhaus-Konzernen privatisiert. Das der Mensch gesamtgesellschaftlich in den Mittelpunkt rückt, erfordert seine revolutionäre Überwindung und den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft.

 

Die Kolleginnen und Kollegen fordern: "... Ausreichend Schutzkleidung. Das Land Thüringen muss einen Weg finden, Masken, Schutzkittel, Schutzbrillen, Handschuhe und Desinfektionsmittel zu produzieren – SOFORT!! ... Wer krank ist, bleibt zu Hause und wer mit Covid-19 infiziert ist, erst recht … keine Ausnahmeregelung für … Beschäftigte im Gesundheitswesen … eine Gefahren- und Belastungszulage von 500 Euro pro Monat ... Das Finanzierungssystem der Fallpauschalen (DRGs) muss abgeschafft und durch eine kostendeckende Finanzierung ersetzt werden."