Böblingen

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Ostermanöver statt Ostermarsch – Großübung der US Streitkräfte

Weltweit erkranken und sterben tausende Menschen, auch in den USA, und im Böblinger Wald wird der Krieg geübt. Und ausgerechnet in Zeiten der Corona-Krise, wo Mundschutz, Abstandhalten, Schulschließungen und Homeoffice das Leben und den Alltag lähmen, werden Soldaten der US-Armee zu einer 14-tägigen lärmenden Übungseinheit beordert. Sprengsätze, Rauchgranaten und Platzpatronen sollen zum Einsatz kommen.

Korrespondenz

In der Nähe von Böblingen ist mit die stärkste Konzentration US-amerikanischer Kräfte - Eucom und Africom. Im Böblinger Wald ist ein Truppenübungsplatz sowie eine Panzer-Schießanlage.Wandern, Radfahren, mit Kindern rausgehen, um sich zu erholen, ist deshalb in diesem Waldgebiet verboten.

 

Die Lärmbelästigung durch Schießlärm ist zur Zeit weithin zu hören. Die schon lange geforderten Lärmschutzwände lassen auf sich warten. Der Unmut in der Bevölkerung ist groß.

Viele empörte Leserbriefe

Nach Anfrage der örtlichen Zeitung gab es wenig Information - eher windelweiche Phrasen. Schießübungen mit den heute modernen und präzisen Waffen verfolgen den Zweck, rasch und gezielt zu töten. Da stellt sich doch die Frage, ob die US-Armee sich auch darauf einstellt, innere Unruhen zu bekämpfen. Denn die Millionen von Arbeitslosen in den USA bergen ein hohes Unruhe- und Aufstandspotenzial. Die Summen, die das Militär und solche Übungen verschlingen, wären in der Gesundheitsfürsorge bitter nötig.

 

Zu dieser Großübung gab es viele empörte Leserbriefe in der örtlichen Zeitung. Erkämpft werden muss tatsächlich die Auflösung aller imperialistischen Militärbündnisse.