Leipzig

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600 bis 800 Menschen diszipliniert und kämpferisch auf der Straße

Das Internationalistische Bündnis startete sehr erfolgreich mit einer Kundgebung von 11 - 12 Uhr. Unter anderem mit dem Singen der Internationale.

Dann schlossen wir uns, wie viele andere, der Kundgebung "Wir zahlen nicht für Eure Krise" an. Sie dauerte bis 13 Uhr. Die Rednerinnen und Redner lehnten klar die Abwälzung der Krisenlasten auf die Werktätigen ab, solidarisierten sich mit den Flüchtlingen und prangerten die kapitalistischen Verhältnisse an.

 

Da, wie beim Internationalistischen Bündnis, eine Demonstration nicht erlaubt war, wurde ein Spaziergang zum Connewitzer-Kreuz empfohlen. So marschierten mit Fahnen, Transparenten, dem Verteilen unseres 1. Mai-Aufrufes, vielen Gesprächen mehrere Hunderte Menschen die Karl-Liebkecht-Straße entlang.

 

Mit Fahrrad oder der Straßenbahn ging es nun weiter zum Augustusplatz, dem Ort der nächsten Kundgebung von 14.00 bis 15.20 Uhr. Offiziell waren wiederum nur 25 erlaubt, doch der Platz füllte sich mit mindestens 300 Teilnehmern, hauptsächlich außerhalb der Abgrenzung mit Mundschutz und Abstand, selbstverständlich mit Fahnen, Transparenten, vielen selbstgemachten Plakaten.

 

Es sprachen Beschäftigte aus dem Gesundheitssystem und anderen Bereichen. Große Einheit bestand in den Forderungen nach einer Arbeitszeitverkürzung, höheren Löhnen, Hilfen für Familien.

 

So waren bis 15 Uhr in Leipzig insgesamt mindestens 600 bis zu 800 Menschen auf der Straße und feierten den 1. Mai, diszipliniert bei bester kämpferischer Stimmung. Das eine oder andere Rote Fahne Magazin wechselte den Besitzer und es wurden verschiedene Kontakte gepflegt und neue geknüpft.