Bottrop / 1. Mai

Bottrop / 1. Mai

„Super, dass ihr das hier organisiert habt“

Bei herrlichstem Sonnenschein fand in Bottrop die Mai-Kundgebung statt.

Korrespondenz

Aufgerufen hatte der „Arbeitskreis 1. Mai Bottrop“ - ein Zusammenschluss von Gewerkschaftern, ehemaligen Kumpels der Zeche Prosper, Stadtgruppe von Kumpel für AUF, kämpferische Frauen, MLPD und etliche Einzelpersonen. Ein Kollege kam extra aus Essen, weil die dortige Mai-Kundgebung fast bis zum Schluss verboten war. Passanten beglückwünschten uns ausdrücklich für die Durchführung der Mai-Kundgebung.

 

Am offenen Mikrofon stand die Kritik an der Regierungspolitik und die Abwälzung der Krisenlasten auf die Masse der Bevölkerung im Mittelpunkt. Auch das anfängliche Verbot der Kundgebung war Thema. „Es ist doch einfach verlogen – während die Kollegen in den Betrieben teilweise auf engstem Raum trotz Corona-Pandemie zusammenarbeiten müssen, auf der Fahrt im öffentlichen Nahverkehr zusammengepfercht sind, soll es keine Mai-Kundgebung geben. Wir sind stolz, dass wir hier wie in hunderten anderen Städten uns nicht untergeordnet haben und unser demokratisches Recht wahrnehmen“ - so ein Redner am Mikro.

 

Dieses Recht mussten wir hart durchkämpfen – und hat den Arbeitskreis einige hundert Euro gekostet. Da ließen sich die Teilnehmer nicht lange bitten: Trotz begrenzter Teilnehmerzahl kamen über 100 Euro Spenden für die Gerichtskosten zusammen.

 

Die Kundgebung endete mit dem gemeinsamen Singen der „Internationale“. Es gab dann noch viele Gespräche – und auch den Wunsch, weiter in Verbindung zu bleiben. Ein toller Erfolg und ein 1. Mai, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.