Gesundheitskonzerne

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Übernahmeschlacht im Windschatten von Corona

Im Februar hatte der Hamburger Asklepios-Konzern ein Übernahmeangebot für die Rhön-Kliniken vorgelegt, zu denen auch das einzig privatisierte Universitätsklinikum Gießen und Marburg gehört.

Von nd

Nun versucht das Pharma- und Medizintechnikunternehmen B. Braun - das einst gemeinsam mit Asklepios versuchte, die Übernahme von Rhön-Kliniken durch Helios zu verhindern - den Deal zu blockieren, indem es unter anderem eine Sperrminorität sowie eine Sonderausschüttung von rund 134 Millionen Euro fordert. Die Vorgänge zeigen, wie sehr das Gesundheitswesen für Profitstreben und Spekulation geöffnet wurde. "Damit muss Schluss sein", so Sylvia Bühler von ver.di.

 

Der Hamburger Klinikbetreiber Asklepios verweigert an etlichen Standorten Tarifverhandlungen und setzt auf flächendeckende Ausgliederungen, um die Kosten zu Lasten der Beschäftigungsbedingungen zu senken. Der Konzern ignoriert die berechtigten Tarifforderungen seiner Beschäftigten im niedersächsischen Seesen und im bayerischen Lindenlohe, die vor der Corona-Pandemie mehrfach in Streik getreten waren.

Am 1. Mai auf die Straße!

Dieser Weg muss konsequent weitergegangen werden, erst recht in der Corona-Krise, wo ihnen die Solidarität der breiten Bevölkerung sicher ist! Kollegen sehen es deshalb auch kritisch, dass ver.di während der Corona-Krise mehr oder weniger alle Tarifauseinandersetzung auf Eis gelegt hat. Der gemeinsame Kampf der Beschäftigten im Gesundheitswesen und allen Arbeitern muss auch am 1. Mai auf die Straße. Hierzu gibt es auch aus dem Fachbereich 3 (Gesundheit und Soziales) in ver.di wichtige Initiativen, Vorschläge und praktische Vorbereitungen.