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8. Mai: „Hitler wurde vor allem durch die Sowjetunion geschlagen“

„Hitler wurde vor allem durch die Sowjetunion geschlagen“, so der Kern des ersten Beitrages bei einer Bochumer Gedenkfeier aus Anlass des 75. Jahrestags der Befreiung vom Faschismus.

Korrespondenz
8. Mai: „Hitler wurde vor allem durch die Sowjetunion geschlagen“
Das Gedenken in Bochum (rf-foto)

Der Redner Felix Lipsky ist Ehrenpräsident des „Weißrussischen Verbands der ehemaligen jüdischen Häftlinge der nationalsozialistischen Ghettos und KZ”. Sie sind zurecht stolz darauf, dass viele von ihnen im II. Weltkrieg im Partisanenkampf Hitlers Armeen auf sowjetischem Boden bekämpften.

 

Die Bochumer Veranstaltung war vom Bündnis gegen Rechts und dem Kinder- und Jugendring organisiert worden. Die über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig: Der 8. Mai muss zu einem staatlichen Feiertag werden. Schülerinnen und Schüler der Mansfeldschule, einer Förderschule, hatten einen Beitrag erarbeitet über einen Jungen, der psychisch oder epileptisch krank geworden war und von den Hitler-Faschisten ermordet wurde, weil sie ihn für „unwertes Leben“ erachteten.

 

Courage Bochum verdeutlichte an kommunistischen und sozialdemokratischen Frauen, dass Frauen einen eigenständigen wichtigen Beitrag zum antifaschistischen Widerstand geleistet hatten. Im Vorfeld hatten Antikommunisten mit antikommunistischen Attacken auf Courage und MLPD ihre Beteiligung zurückgezogen, wenn Courage sprechen würde.

 

Weitere Redner waren von ver.di, der Rosa Strippe - einer Beratungsstelle für Lesben und Schwule - und Reinhard Junge, Mitglied der VVN/BDA, vielen bekannt als Autor von Ruhrgebietskrimis. Nach der Kundgebung besuchten viele Teilnehmer noch die verschiedenen Grabfelder – z.B. das der sowjetischen Kriegsgefangenen, die in Bochum ums Leben gekommen sind. Wir hatten MLPD-Plakate mit den Losungen „8. Mai –Tag der Befreiung! Nur für Hitler, Gauland und Co. ein „Tag der absoluten Niederlage““ und „Unvergänglich: Der Sozialismus brach dem Faschismus das Genick“, sowie ein Blumengesteck mit Gruß von MLPD und Rebell.