Überparteiliches Kommunalwahlbündnis AUF Gelsenkirchen

Überparteiliches Kommunalwahlbündnis AUF Gelsenkirchen

8. Mai – ein wichtiger Tag früher wie heute

Vor 75 Jahren wurde der II. Weltkrieg beendet, auf dem Reichstag hissten die siegreichen Soldaten der Roten Armee die Fahne, die Kriegsgräuel nahmen ein Ende.

Pressemitteilung von Jan Specht

Dieser Tag verdeutlicht, dass der Faschismus besiegt werden kann, und auch, welche Anforderungen heute an uns stehen!

 

Der 8. Mai wird von offizieller Seite eher als Randerscheinung behandelt. Gut, dass jetzt viel um die Forderung nach einem Feiertag am 8. Mai diskutiert wird, auch unter jungen Menschen. Es ist richtig, dass in Gelsenkirchen heute Zeichen gesetzt wurden. Ich habe mich sowohl bei der feierlichen Gedenkveranstaltung der MLPD an der Horster Mitte beteiligt wie auch beim Gedenken auf Initiative des „Aktionsbündnisses gegen Rassismus und Ausgrenzung“ im Stadtgarten. Zum antifaschistischen Engagement gehört, weltanschauliche Gräben zu überwinden. Antikommunismus darf keinen Platz im antifaschistischen Widerstand haben. Dafür steht AUF mit seiner gelebten Überparteilichkeit ein.

 

Bedeutende Lehren aus der Geschichte sind zu ziehen, denn schon einmal kam die notwendige Einheit nicht zustande, um den Hitler-Faschismus zu verhindern. Christen, Kommunisten, Gewerkschafter und Sozialdemokraten wurden auseinandergebracht. Antikommunismus und Antisemitismus sind bis heute die Kampfideologien der Faschisten.

 

Verstärkt treten ultrarechte, nationalistische, rassistische und faschistische Kräfte wieder auf den Plan. In Gelsenkirchen sind FAG und AfD im Rat der Stadt vertreten. Bei den letzten Kommunalwahlen bekam die AfD erschreckend viele Stimmen. 2020 wird die faschistische Partei „Die Rechte“ zur Kommunalwahl im Bezirk Ost antreten. Sie strebt an, „nationale Inhalte in die Parlamente zu tragen“. 75 Jahre Befreiung vom Hitlerfaschismus verstehe ich daher als Auftrag, allen faschistischen und faschistoiden Kräften in unserer Stadt entschieden entgegenzutreten!

 

Zur Zeit werden unsere demokratischen Rechte und Freiheiten unter dem Vorwand der Corona-Ausbreitung massiv eingeschränkt. Gut, dass wir am 1. Mai das Recht auf der Straße erkämpft haben! Faschisten drängen im Windschatten der Corona-Krise in die Öffentlichkeit. Es ist nicht einfach, die Hintergründe zu durchschauen, wie rechte Kräfte versuchen, das Wasser auf ihre Mühlen zu lenken. Dabei sind Faschisten die Ersten, die demokratische Rechte abbauen.

 

Ich beobachte mit Sorge, dass z.B. bei Autokorsos die erste Strophe der Deutschlandhymne erschallt. Nie wieder Faschismus!

 

Jan Specht, Stadtverordneter