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8. Mai - Würdiges Gedenken am Tag der Befreiung in Berlin-Lichtenberg

Die VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) hatte den ganzen Tag über zu Kundgebungen in verschiedenen Bezirken Berlins eingeladen.

Korrespondenz
8. Mai - Würdiges Gedenken am Tag der Befreiung in Berlin-Lichtenberg
Gedenken am sowjetischen T-34-Panzer in Berlin -Karlshorst (rf-foto)

 Von der MLPD beteiligten wir uns in Lichtenberg, verteilten die Erklärung des Zentralkomitees zum 8. Mai und luden zur Kundgebung am nächsten Tag, um 16 Uhr, am Treptower Ehrenmal ein.

 

Um 10 Uhr begann der Tag mit dem Gedenken an Nikolai Erastowitsch Bersarin an der Stelle, wo er am 16. Juni 1945 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Der sowjetische Generaloberst hatte mit seiner Stoßarmee am 21. April 1945 als erster den östlichen Berliner Stadtrand erreicht und wurde 1. Stadtkommandant.

 

Gesine Lötzsch, Bundestagsabgeordnete der Linkspartei für den Bezirk Lichtenberg, würdigte Bersarins Verdienste für den Wiederaufbau der Stadt. Noch heute erinnert der Bersarinplatz an ihn.

 

Die zweite Station ist das Gebäude der ehemaligen Stadtkommandantur, auf die noch eine Gedenktafel im Fußweg hinweist. Dazu wird kurzerhand die Straße „Alt-Friedrichsfelde“ an der B1 in „Straße der Befreiung“ zurück benannt, wie sie hier von 1975 bis 1992 hieß.

 

Am Nachmittag treffen sich zahlreiche Menschen am Panzer des Museums Karlshorst, wo in der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation erklärt und vom Oberkommando der Wehrmacht und von Repräsentanten der Alliierten unterzeichnet wurde. Ein Vertreter der VVN-BdA stellt in seiner Rede den heute notwendigen antifaschistischen Kampf in den Mittelpunkt. Dabei betont er das Alleinstellungsmerkmal des Antifaschismus von links, nämlich den Zusammenhang zur Herrschaft des Kapitalismus herzustellen.

 

Dass der 8. Mai am 75. Jahrestag der Befreiung vom Hitler-Faschismus in Berlin Feiertag ist, sollte also keine Eintagsfliege bleiben, sondern auf Dauer und bundesweit gelten. Das fordert die Petition