Gera

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Der 75. Jahrestag, der REBELL und die Rolle der Jugend

Auch in Gera organisierte das Internationalistische Bündnis, die MLPD und der Jugendverband REBELL eine Kundgebung zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Hitler-Faschismus. Sie fand statt an dem eindrucksvollen Sowjetischen Ehrenhain.

Korrespondenz

Neben einer kämpferischen und optimistischen Rede von Dieter Ilius von der MLPD gab es einen Beitrag des REBELL, mehrere Lieder und ein offenes Mikro auf antifaschistischer Grundlage.

 

Jonas vom REBELL meinte: „Im Kampf gegen den Hitler-Faschismus haben gerade viele junge Menschen eine ganz wichtige Rolle gespielt. Sie haben voller Überzeugung ihre Heimat und den Sozialismus verteidigt ... Ich selbst bin schon seit langem antifaschistisch aktiv. Als ich 15 Jahre alt war, kam ein Flüchtling in unsere Schulklasse. Er wurde von anderen Mitschülern aufgrund seiner Hautfarbe ziemlich übel gemobbt. Das war für mich eine ziemliche Herausforderung, dagegen klare Kante zu zeigen. Ich war in dem Dorf zu der Zeit leider der einzige, der links eingestellt war.Ich mach beim REBELL mit, denn dieser ist konsequent antifaschistisch und internationalistisch.“

 

In seiner Rede zog Dieter Ilius auch Lehren für den heutigen Kampf gegen Faschismus und Krieg und ermunterte dazu, sich vorbehaltlos mit der Theorie und Praxis der MLPD und des REBELL auseinanderzusetzen. „Lasst euch nicht durch den Antikommunismus bevormunden und lasst euch nicht vorschreiben, was ihr zu denken und zu tun habt.“

 

Am offenen Mikrofon sprachen verschiedene Menschen darüber, was dieser Jahrestag für sie bedeutet. Mehrere Menschen aus der ehemaligen DDR erzählten, wie sie lernten, mit der antikommunistischen Propaganda fertig zu werden. Es nahmen 15 Menschen teil, darunter auch Mitglieder der Linkspartei und ihres Jugendverbandes Solid.

 

Leider kam es nicht zu einem gemeinsamen Gedenken mit der Linkspartei, wie dies von der MLPD vorgeschlagen war. Dies wurde von Andreas Schubert, dem örtlichen Vorsitzenden und Mitglied des Thüringer Landtages, aus antikommunistischen Motiven abgelehnt. Die Partei führte am Vormittag gemeinsam mit der Deutsch-Russischen Freundschaftsgesellschaft eine kurze eigene Veranstaltung durch. Sie stand unter dem Motto: „Wir danken den Alliierten!“

 

Dabei spielte der entscheidende Beitrag der sozialistischen Sowjetunion unter der Führung Stalins in der Rede des Vertreters der Linkspartei keine Rolle.