8. Mai in Herne:

8. Mai in Herne:

Gedenken an solidarisch-kommunistische Bergarbeiter

Die MLPD feierte heute mit Freunden am Mahnmal für die Opfer von Faschismus und Krieg in Herne den Tag der Befreiung vom Hitler-Faschismus. 20 Menschen nahmen an der würdigen und kämpferischen Kundgebung mit Blumenniederlegung teil. Natürlich wurde Gesundheitsschutz groß geschrieben.

Korrespondenz
Gedenken an solidarisch-kommunistische Bergarbeiter
Foto: RF

Wer gegen Faschismus ist, der muss auch gegen Antikommunismus sein, war ein Grundtenor der Kundgebung. Gewürdigt wurde die Rolle sowjetischen Roten Armee und des Sowjetvolkes, die die entscheidende Kraft im Kampf gegen den Hitler-Faschismus war. Gedacht wurde der Herner Widerstandskämpfer. Gedacht wurde der alltäglichen und lebensgefährlichen Solidarität im Faschismus. Viele Bergarbeiter, darunter sehr viele Kommunisten, halfen unter Lebensgefahr russischen Zwangsarbeitern. Auch das galt es heute zu würdigen!

 

Für die MLPD ging Peter Weispfenning auf die Bedeutung des Tags der Befreiung ein und die heutigen Auseinandersetzungen darum. Er behandelte auch die Auseinandersetzungen mit dem Antikommunismus in Herne:

 

„Wer behauptet, er sei aktiv gegen faschistische Umtriebe, aber Kommunisten ausgrenzt, ihr Auftreten unterdrückt und noch nicht einmal Gewalt gegen revolutionäre Teilnehmer ausdrücklich verurteilt, der hat keine Lehre des 8. Mai verstanden oder will diese auch gar nicht ziehen. Verschiedenste Organisatoren des sogenannten Herner Bündnis können deshalb auch nicht für sich in Anspruch nehmen, wirklich gegen den Faschismus zu kämpfen. Denn wer heute solchen Antikommunismus verbreitet, bereitet den Faschisten den Boden.“

 

Der antifaschistische Kampf, der Kampf für grundsätzliche Veränderungen macht es notwendig, die Bewegung 'Gib Antikommunismus keine Chance' entschieden zu verbreitern.

 

Es gab mehrere engagierte Redebeiträge, von einem Metallarbeiter aus Ostdeutschland, von einem ehemaligen Bergmann, der von seinen Erfahrungen auf der Flucht und mit der Roten Armee berichtete, frauenpolitische Grüße, Grüße aus Bulgarien. Ein musikalisches Duo steuerte vier antifaschistische und revolutionäre Lieder bei. „Das habe ich und das hat Herne an dem Tag gebraucht!“ „Das war genau richtig, dass wir heute auf die Straße gingen, und nicht nur im Internet nachsehen“, waren nur einige Meinungen.