Flüchtlinge

Flüchtlinge

MLPD fordert: Flüchtlingsunterkunft in Gera auflösen

Am 30. April informierte die MLPD Gera Medien und Öffentlichkeit:

Von MLPD Gera

In Deutschland ist die Landesaufnahmestelle in Ellwangen (Ostalbkreis) gegenwärtig ein Brennpunkt der dramatischen Ausbreitung des Corona-Virus in den Sammelunterkünften, aber auch des Widerstandes und der wachsenden Selbstorganisation der Flüchtlinge. 313 von 587 Flüchtlingen in der dortigen Landeserstaufnahmestelle, also mehr als die Hälfte der Flüchtlinge, sind positiv getestet worden. Die Zahl steigt täglich an. Das ist ein Ergebnis der menschenverachtenden Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und der EU.

 

In Gera haben wir vor kurzem eine Besichtigung des Sammellagers in der Gaswerkstraße durchgeführt, um uns über die Situation dort zu informieren, nachdem wir von Flüchtlingen darauf aufmerksam gemacht wurden. Auf einem Schild am Eingang zum Haus, steht „Betreten verboten“ - für nicht dort untergebrachte Flüchtlinge. Auf Nachfrage erklärte uns die Security, dass dies wegen Corona gilt. Die Gemeinschaftsduschen und - toiletten und eine schon seit längerer Zeit bestehende Verschmutzung durch Kakerlaken sind eine Bedingung für die Gefahr einer potentiell raschen Ausbreitung des Corona-Virus. Auf die von uns an die Security gestellte Frage, was passieren würde, wenn es zum Auftreten von Covid-19 kommt, bzw. die Krankheit sich ausbreitet, war die Antwort eindeutig: Dann würde das Gelände von der Polizei umstellt und das Gebäude würde abgeriegelt. Die Folge wäre zwangsläufig eine rasche Ausbreitung von Covid-19 unter den dort untergebrachten Menschen, bis zu einer sogenannten Durchseuchung. Das ist menschenverachtend!

 

Die Parteigruppe fordert die Auflösung der Sammelunterkunft für Flüchtlinge in der Gaswerkstraße und ihre dezentrale Unterbringung! Es gibt genug leere Wohnungen in Gera! Sie hat dieses Thema auch zum Gegenstand der Maikundgebung gemacht.