Berlin

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Tausende beim sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park

Weit über 10.000 Menschen kamen im Laufe des Tages zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Hitler-Faschismus zum sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park in Berlin.

Von einem Korrespondenten
Tausende beim sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park
Kundgebung der MLPD im Treptower Park (Foto: RF)

Sie ließen sich nicht abhalten von dem vor allem politisch motivierten Versammlungsverbot des Berliner Senats, der solche Kundgebungen in der Stadt generell auf 50 Teilnehmer beschränkt hat. Die große Mehrheit hielt diszipliniert das 1,5-Meter-Abstandsgebot ein. Die mit zugelassenen 50 Teilnehmern angemeldete und erlaubte Kundgebung der MLPD wurde argwöhnisch von der Polizei diszipliniert und überwacht. Der Buchverkauf wurde behindert und dazu aufgefordert, penibel auf die 50 Teilnehmer zu achten und das mitten unter den vorbeiziehenden tausenden Menschen.

 

In seiner Rede ging Andrew Schlüter, der Landesvorsitzende der MLPD, auf die verlogene bürgerliche Geschichtsschreibung und Verleumdung von Stalin ein. Es war hauptsächlich die damals sozialistische Sowjetunion unter Führung der Kommunistischen Partei und Stalins, die den Faschismus niedergerungen hat. Ein historischer Sieg des Sozialismus über die kapitalistische Barbarei - mit dem Blutzoll von 27 Millionen ermordeter und gefallener Sowjetbürger.

 

Die antikommunistische bürgerliche Medienberichterstattung schreibt alle Opfer der imperialistischen Aggression des 2. Weltkrieges und ebenso der Invasion und Konterrevolution nach der Oktoberrevolution auf die Liste der angeblichen Opfer des Sozialismus und insbesondere Lenins und Stalins.

Protest gegen Abbau demokratischer Rechte

Viele verfolgten die Kundgebung der MLPD und ihre klare Verteidigung der Perspektive des echten Sozialismus. Der Redner des Internationalistischen Bündnisses protestierte gegen den Abbau demokratischer Recht im Zug der Corona-Krise. Die Vertreterin von Solidarität International warb für die Spendenaktion für die Flüchtlinge in Moria und die sofortige Auflösung der Lager in Griechenland und Deutschland. Weiter sprach ein Vertreter der Montagsdemo-Bewegung und ein Siemens-Kollege. Das Ganze umrahmt von Nümmes Straßenrock.

 

Etliche trugen sich ein in die Unterschriftenliste für die Erklärung des Internationalistischen Bündnisses „Gebt Antikommunismus keine Chance“. Es bestand großes Interesse am Aufbau einer breiten Einheitsfront gegen die Rechtsentwicklung der Regierungen, gegen Faschismus und Krieg sowie an der Diskussion über die sozialistische Alternative der MLPD. So wurden auch viele Rote Fahne Magazine verkauft.