Tourismus

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45 Prozent aller Reisebüros droht das Aus

Besonders betroffen vom faktischen Stopp des Tourismus als berechtigter Maßnahme gegen die Corona-Pandemie sind die etwa 10.000 Reisebüros und ihre 100.000 Beschäftigten. In 85 Prozent der Reisebüros gibt es derzeit keine Neubuchungen mehr. Im April sind die Umsätze um 93 Prozent eingebrochen.

Korrespondenz aus dem Reisebüro

Eine Umfrage ergab, dass 45 Prozent der Reisebüros über eine geordnete Geschäftsaufgabe nachdenken. 57 Prozent der Befragten schätzen ihre Zukunftsaussichten als "schlecht" oder "sehr schlecht" ein. 79 Prozent der Reisebüros geben an, über Entlassungen nachzudenken. Die Hilfezahlungen des Staates - meist 9000 Euro - sind nun in den meisten Fällen aufgebraucht.

 

Während die großen Reisekonzerne umgehend Hilfen erhielten, zum Beispiel TUI mit 1,8 Milliarden Euro, werden Reisebüros wie auch die Gastronomie bisher von der Regierung ignoriert. Daran entfaltet sich massive Kritik. So demonstrierten am 29. April etwa 1700 Kolleginnen und Kollegen aus Reisebüros und von kleinen und mittleren Reiseveranstaltern in 40 Städten.

 

Für den 13. Mai laufen die Vorbereitungen für den nächsten Aktionstag auf Hochtouren. Zentrale Forderung ist die Einrichtung eines Rettungsfonds der Bundesregierung für weitere, nicht rückzahlbare Hilfeleistungen. Diese Forderung ist berechtigt, die Tourismuskonzerne dürfen aus einem solchen Fonds jedoch nicht bedient werden.