Darmstadt

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Wie die "dogmatische MLPD" sich an einem Superbündnis beteiligte

Einige Aktive vom 1. Mai entwickelten den Gedanken, am 8. Mai wieder auf dem Karolinenplatz in Darmstadt auf die Straße zu gehen.

Korrespondenz

Bei einem Vorbereitungstreffen verschiedener Organisationen wollte jemand von der Interventionistischen Linken „der dogmatischen MLPD keine Bühne geben“, denn „mit einem offenen Mikro" gebe es "ganz schlechte Erfahrungen“.

 

Folge: In Darmstadt gab es eine Veranstaltung mit ca 50 Teilnehmern und eine zweite - unsere Bündnisveranstaltung - mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, zusätzlich einer Reihe von Passanten und vorbeifahrende Autofahrer, die hupten und winkten. Herzlich eingeladen waren Fahnen, Rede- und andere Beiträge am Mikro.

 

Und es gab Musik von Grup Yorum und Livemusik von Bandmitgliedern der Pueblos. Beteiligt mit Redebeiträgen waren Vertreter der ATIK, vom Verein Hum Haim Pakistan, Metaller von Opel Rüsselsheim, Vertreter der MLPD und des Jugendverbands REBELL, von der Naturfreunde-Ortsgruppe, von kurdischen Dachverband Nav-Dem, dem kurdisch-türkischen Solidaritäts-Komitee, dem Volkshaus Halkevi und dem Werkkreis Literatur der Arbeitswelt.

 

Einer der Opel-IG-Metaller berichteten von der stärksten antifaschistischen betrieblichen Widerstandsgruppe in Rüsselsheim, die bis auf einen Kämpfer unentdeckt blieb. Er erinnerte daran, dass die Soldaten doch auf beiden Seiten die Arbeiter waren, die den Krieg zu führen hatten, die aber auch als Soldaten der Roten Armee den Faschismus besiegten.

 

Faschismus ist die reaktionärste barbarischste Form der Herrschaft des Monopolkapitals. Dementsprechend waren Kommunisten die konsequentesten Antifaschisten, so der Vertreter der MLPD. Die sowjetische Rote Armee hat entscheidend zum Sieg der Anti-Hitler-Koalition beigetragen hat. Statt die antifaschistische Bewegung durch Antikommunismus spalten zu lassen, rief er dazu auf, die Kräfte zu bündeln. Und wer für die Perspektive des echten Sozialismus ist, ist bei der MLPD und ihrem Jugendverband REBELL richtig  aufgehoben.

 

Die Vertreterin der  Naturfreunde sagte, dass der Friedenskampf dort schon immer wichtiger Bestandteil der politischen Arbeit war und forderte die Beseitigung der Atomwaffen in Büchel. Sie vertrat die Zukunftsvision der Naturfreunde von einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung, dauerhaft mit sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Verträglichkeit verbunden.