Flughafen Düsseldorf

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Neue Herausforderungen an die gewerkschaftliche Arbeit

Letzte Woche erhielten die etwa 2.300 Beschäftigten des Flughafen Düsseldorfs einen Brief, in dem der Vorstand den Abbau von 600 Stellen ankündigt. Das sind etwa 26 Prozent der Arbeitsplätze!

Korrespondenz aus Essen

Der Vorstand kündigt der Belegschaft betriebsbedingte Kündigungen an. Gleichzeitig wird vom Flughafen weiterhin auf die politischen Entscheidungsträger Druck gemacht für eine Erweiterung des Flugbetriebes. Wie passt das zusammen? Corona-Krise nützen und langjährige Mitarbeiter mit festen Arbeitsverträgen rausschmeißen? Die Situation ausnützen, dass die Kollegen in Kurzarbeit sind und kein Flugverkehr stattfindet und ein Streik so gar nicht möglich ist?

 

Die Kollegen haben unsere volle Solidarität. Auch in Zeiten von Corona gibt es - wenn auch eingeschränkte - Möglichkeiten, sich zu wehren und die Anliegen gemeinsam auf die Straße zu bringen. Das ist eine neue Herausforderung auch an die gewerkschaftliche Arbeit. Es ist auch eine Verantwortung für andere Belegschaften – das Beispiel mit Ankündigung von betriebsbedingten Kündigungen kann schnell Schule machen in anderen Flughäfen und Betrieben.

 

Die MLPD hatte bereits im letzten Jahr analysiert, dass wir uns im Zuge der Weltwirtschafts- und Finanzkrise auf härtere Zeiten einstellen müssen und betriebsbedingte Kündigungen mehr werden. Bundesweit wurde von der MLPD der Tabubruch im Bergbau mit betriebsbedingten Kündigungen bekanntgemacht und der Kampf der Kollegen dagegen unterstützt. Das Lernen voneinander und der Zusammenschluss über Branchen- und Betriebsgrenzen hinweg wird immer wichtiger.

 

Weiten wir den Zusammenhalt aus der Corona-Krise aus und kämpfen wir gemeinsam um unsere Rechte!