Duisburg-Walsum

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Gegen Faschismus und Krieg - mit ganzem Herzen

Das Internationalistische Bündnis Duisburg hat den 8. Mai als Tag der Befreiung von der Nazi-Herrschaft in einer Gedenkaktion am Kometenplatz in Duisburg-Walsum gewürdigt.

Gegen Faschismus und Krieg - mit ganzem Herzen

Mit dem Niederlegen eines Blumengestecks, kurzer Ansprach und Beiträgen verschiedener Organisationen sowie zwei Liedern (Die Moorsoldaten und Bella Ciao) wurde eindrucksvoll am Denkmal „Den Walsumer Opfern der NS-Gewaltherrschaft zum Gedenken“ erinnert.

 

Aber wir haben nicht nur der Opfer und des Siegs über den Faschismus gedacht, sondern auch Lehren für die Zukunft gezogen: Es ist notwendig, dass sich alle Demokraten, Gewerkschafter und Revolutionäre gegen Rechtsentwicklung und verstärkt auftretende faschistische Tendenzen zusammenschließen. Das Internationalistische Bündnis unterstützt die Initiative, den 8. Mai in Deutschland offiziell zu einem Feiertag zu erklären - als Tag der Befreiung vom Hitler-Faschismus.

 

Die Rede hob hervor: Thyssen und Krupp verhalfen Hitler zur  Errichtung einer faschistischen Diktatur und machten im Faschismus und im Krieg märchenhafte Gewinne. Gleichzeitig mussten im Bergwerk Walsum Kriegsgefangene und sowjetische Zwangsarbeiter unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten. Viele überlebten das nicht. Verantwortlich hierfür war der Generaldirektor der deutschen Thyssen-Werke und Wehrwirtschaftsführer Wilhelm Roelen. Der 8. Mai mahnt, die Schande, dass in Walsum immer noch eine Straße nach ihm benannt ist, zu beenden. Dafür gab es Applaus!

 

Bemerkenswert auch - eine Vertreterin von ver.di zitierte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: „Man kann dieses Land nur mit gebrochenem Herzen lieben.“ Dem widersprach sie vehement. Auf der Seite, auf der wir stehen, gegen Faschismus und Krieg, da stehen wir mit ganzem Herzen!