Landwirtschaft

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Milchbauern gehen wieder auf die Straße

Der Verband Deutscher Milchviehhalter (BDM) führt Protestaktionen gegen die Politik der Einlagerung von überschüssigen Milchprodukten durch. Gestern, am 13. Mai, trafen sich Bauern aus der Eifel, vom Niederrhein und aus dem Münsterland vor dem Landtag in Düsseldorf.

Von wr
Milchbauern gehen wieder auf die Straße
Bild von der Protestaktion vor dem Landtag (rf-foto)

Insgesamt waren ca. 30 Aktivistinnen und Aktivisten vor Ort. Hans Foldenauer, Sprecher der Milchviehhalter, begrüßte die mit Sicherheitsabstand und -masken erschienen Anwesenden. Er und Elmar Hannen vom Vorstand des BDM erläuterten die Position des BDM. Mengenreduzierung lässt erst gar keine Überschüsse entstehen. Eine Vertreterin der SPD erklärte ihre Solidarität.

 

Beifall erhielt ein Grußwort der Agrarplattform im Internationalistischen Bündnis, in dem es u.a. hieß: „... Wir steuern weltweit auf eine dramatische gesamtgesellschaftliche Krise zu, die alle bisherigen Krisen des Kapitalismus in den Schatten stellen wird ... Es ist richtig, wenn ihr wieder in den Kampfmodus übergeht. Die kleinen und mittleren Landwirte können ihre Lage nur auf Kosten der Profite der Konzerne verbessern. Mit, statt gegen die Masse der Verbraucher – das ist der einzige Weg der aus der Krise führen kann. Mit dem Volk, den Arbeitern gegen das herrschende Großkapital...“

 

Überraschend kamen zwei AfD-Mitglieder dazu. Einer erklärte: Alle, Käufer (gemeint sind die Konzerne, Anm. d. Red.), Produzenten und die Verbraucher müssten sich einigen, dass die Lösung gegen Billigprodukte nur über höhere Verbraucherpreise ginge. Es gab keinen Beifall für diese Handlangerrolle für die Monopole: Abwälzen der Lasten auf die Verbraucher, und die Agrar- und Lebensmittelkonzerne aus der Kritik nehmen. Hinterher meinten einige Teilnehmer, dass es ihnen „unwohl war, dass die aufgetreten sind.“

 

Die Agraplattform hat sich an den Vorstand gewandt und das Auftreten der AfD kritisiert, die Rassismus und Faschismus wieder hoffähig machen wollen. Wehret den Anfängen!