Gelsenkirchen

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Montagsdemo – Berichte aus erster Hand spannten Bogen zur Lage

Für die Montagsdemo Gelsenkirchen berichtet Martina Reichmann von der ersten Kundgebung seit Monaten: "Gut, wieder hier zu sein! Man spürte auf der 716. Montagsdemo am 11. Mai in Gelsenkirchen das große Bedürfnis, sich zur aktuellen Situation auszutauschen. Der Platz auf dem Neumarkt füllte sich mit rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, immer wieder blieben Passanten stehen ... In knapp 20 Redebeiträgen am offenen Mikrofon kam ein sehr allseitiges Bild zur Dimension der jetzigen Situation zusammen ...

Von Martina Reichmann (Montagsdemo Gelsenkirchen)
Montagsdemo – Berichte aus erster Hand spannten Bogen zur Lage
Die erste Montagsdemo in Gelenkirchen seit langem war thematisch wie organisatorisch von der Corona-Pandemie geprägt (rf-foto)

Die Corona-Pandemie trifft viele Länder mit voller Wucht. Christian Link berichtet, dass sich die Bergarbeiterbewegung Kumpel für AUF mit der kämpferischen Bergarbeitergewerkschaft FOSYCO im Kongo solidarisiert, wo die Menschen gerade jetzt unter einer dramatischen Arbeitslosigkeit und steigender Armut leiden. Die Spenden der 716. Montagsdemo dienen ihrer Unterstützung ...

 

Dr. Willi Mast stieß mit einer - für alle gut verständlichen - Ausführung zu Corona, seiner Wirkung und Entstehung auf großes Interesse … Er warnte eindringlich vor den Folgen der Corona-Pandemie. Das Virus ist tückisch und gefährlich, vor allem weil es verschiedene Organe wie Herz und Lunge angreift und unser Immunsystem auf lange Sicht schädigt, wie wissenschaftlich ausgewertete Erfahrungen bestätigen.

 

Sehr kritisch sehen die Montagsdemonstrantinnen und Montagsdemonstranten die Demonstrationen vom Wochenende - wie in Stuttgart und Berlin. Unter diese Proteste mischen sich Antidemokraten und rechte Kräfte, um das Wasser auf ihre Mühlen zu lenken. Das erinnert an den Beginn von" Pegida". Zu meinen, die Corona-Pandemie sei aufgebauscht und überbewertet, ist äußerst bedenklich, gerade wenn man die Entwicklung in vielen anderen Ländern wie aktuell den USA oder Russland ansieht. Zusammenkünfte ohne Sicherheitsabstand und Schutz sind völlig unverantwortlich. Die zahlreichen Auflagen bei der 1. Mai – Kundgebung in Gelsenkirchen wurden - im völligen Kontrast dazu - streng kontrolliert – und von den Beteiligten diszipliniert eingehalten."