Rüsselsheim

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Opel muss gekündigte ITEZ-Beschäftigte weiterbeschäftigen

Ein wichtiger Erfolg im Kampf gegen das PSA/Opel-Programm „PACE“ zur Vernichtung tausender Arbeitsplätze: Laut Urteil des Arbeitsgerichts Darmstadt vom 16. April haben alle 17 Kolleginnen und Kollegen des Internationalen Technischen Entwicklungszentrums (ITEZ), die ihre Kündigungsschutzklage aufrecht erhielten, klar gegen Opel gewonnen und müssen im ITEZ weiterbeschäftigt werden.

Korrespondenz

Die Betroffenen hatten im August und September 2019 ihre Kündigung erhalten, weil sie sich weigerten, zum französischen Dienstleister „Segula“ zu wechseln. PSA/Opel hatte Teile des Rüsselsheimer Entwicklungszentrums an diesen externen Dienstleister vergeben, vermutlich um innerhalb der Entwicklungsaufgaben einen Konkurrenzkampf zu schaffen.


Die IG-Metall-Führung hatte diese Kündigungsmöglichkeit bei Ablehnung einer Versetzung in ihrem sogenannten „Zukunftstarifvertrag“ vorgesehen und riet den Beschäftigten, die Versetzung zu akzeptieren oder zumindest „unter Vorbehalt“ anzunehmen. Etliche der Gekündigten, obwohl Mitglieder der IG Metall, hatten daher zurecht Bedenken, sich beim Gericht von der IG Metall vertreten zu lassen und suchten sich andere Anwälte.

 

Die IG-Metall-Rechtsstelle beharrte bis zum Schluss darauf, dass man gut überlegen müsse, ob nicht eine Abfindung die bessere Wahl sei, weil die Chancen nur „50 zu 50“ stünden. Vier der zuletzt 21 Betroffenen nahmen angesichts dieser Perspektive vor Urteilsverkündung eine Abfindung an, während kämpferische Kolleginnen und Kollegen, aber auch andere Anwälte ihre Mandanten zum Durchhalten ermutigten.