Bosnien-Herzegowina

Bosnien-Herzegowina

Umweltverbrechen im Schatten der Pandemie

In Bosnien und Herzegowina nutzen Investoren immer häufiger die Corona-Krise, um umstrittene Wasserkraftprojekte unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu bauen. "Südlich der Hauptstadt Sarajevo wurde nun der Bau von fünf Dämmen begonnen bzw. vorangetrieben, zum Teil ohne Genehmigungen", kritisieren Umweltorganisationen. Hinzu komme, dass die Bauarbeiten pandemiebedingt ohne notwendige Inspektionen stattfänden. „Hier finden Umweltverbrechen im Schatten der Pandemie statt. Die Investoren nutzen die Chance, ohne lästige Kontrollen sowie Proteste von Anwohnern oder Umweltorganisationen bauliche Tatsachen zu schaffen. Es geht hier auch nicht um irgendwelche Bäche und Flüsse, sondern um einzigartige und bislang weitgehend unberührte Fließgewässer", so Ulrich Eichelmann, Koordinator der "Save the Blue Heart of Europe"-Kampagne bei Riverwatch. Die Dammbauarbeiten müssen sofort gestoppt werden!