Frankreich

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"Unsere Kinder sind keine Versuchskaninchen"

Ein Korrespondent aus dem Saarland berichtet über die Situation mit den Schulöffnungen in Frankreich und die Proteste dagegen:

Korrespondenz

"Nicht unsere Kinder in die erste Reihe! Die Schüler am 11. Mai wieder in die Schule zu schicken – Wir sagen Nein!" So fasst der regionale Fernsehsender, France 3 Bourgogne, die zahlreichen facebook-Kommentare von Eltern zusammen und er zitiert die am häufigsten genannten Einwände: „Herr Macron sagte, dass wir in der Frage der kollektiven Immunität nicht gut abschneiden. ... Gleichzeitig spricht er über seine Priorität: Ab dem 11. Mai, die Kinder zurück in die Schule!"

 

„Schulen sind Nester für Keime, Kinder werden Entfernungen nicht respektieren. Ich bin eine Busbetreuerin in den Schulbussen, die Kleinen halten sich an den Händen, umarmen sich, stecken ihre Finger in den Mund.“

 

„Wieso sollte eine Kindergartengruppe weniger Ansteckungsrisiko haben als ein Restaurant? Die Kinder sind doch auch dann Überträger, wenn sie gesund sind? Das war doch der Grund, warum die Schulen geschlossen wurden!“ „Unsere Kinder sind keine Versuchskaninchen. Zu gefährlich.“

 

„Der Grund für die Wiedereröffnung ist, damit die Leute wieder arbeiten können.“ „Es geht nur darum, dass die Leute zur Arbeit gehen können. Der MEDEF (der französische Arbeitgeberverband) steckt dahinter. Wir sollen die Fabriken am Laufen halten...“

 

Der Präsident der Föderation der Ärzte von Frankreich, Jean-Paul Hamon, erklärte: „Kinder befolgen nicht unbedingt die Anweisungen, sie spielen natürlich zusammen und riskieren damit, das Virus nach Hause zu bringen."