Antwort auf Leserbrief

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Zu Kurzarbeitergeld für Azubis: "Deine Kritik ist richtig"

Auf den Leserbrief von Gerd Pfisterer aus Dortmund, der am 19. Mai auf „Rote Fahne News“ erschien, antwortet Lisa Wannenmacher vom ABZ Gelsenkirchen / "Schacht III":

Lieber Gerd, 

 

vielen Dank für deine Kritik an unserer Forderung, auch für Azubis Kurzarbeitergeld - und zwar zu 100 Prozent - zu bezahlen. Deine Kritik ist richtig. In berechtigter Sorge um die materielle Lage der Auszubildenden bei Null-Kurzarbeit haben wir uns einseitig von der finanziellen Seite der Kleinbetriebe leiten lassen. Das behandelt die Auszubildenden als einen „Wirtschaftsfaktor“.

 

Eine gründliche und allseitige Ausbildung bezieht sich jedoch auf ein gründliches Lernen der Theorie, der Praxis und der Methode. Dies bleibt ja gerade im täglichen Betriebsablauf oftmals auf der Strecke. Von daher hast du Recht, die aktuelle Situation für eine allseitige und gründliche Ausbildung zu nutzen.

 

Die Forderung nach Übernahme der vollen Ausbildungsvergütung für Klein- und Mittelbetriebe durch den Staat bzw. die Arbeitsagentur entspricht dieser Notwendigkeit. Sie ist auch für die Zukunft bedeutsam und richtet sich gegen das Ansteigen der Jugendarbeitslosigkeit. So belegen Umfragen, dass viele Kleinbetriebe, im besonderen in der Hotel- und Gastronomiebranche, dieses Jahr aus wirtschaftlichen Gründen keine Auszubildenden einstellen wollen.

 

Wir nehmen deinen Vorschlag an und werden sie, im Interesse der Zukunft der Jugend, der Kleinbetriebe und unsere Verantwortung für die Jugend unter Kollegen und Kolleginnen sowie andere Kleinbetriebe tragen, und diskutieren.

 

Mit einem herzlichen Glückauf

 

Hier der Leserbrief von Gerd Pfisterer