Köln

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Antifaschisten protestieren gegen Verhalten der Polizei

Am vergangenen Samstag hatte das Bündnis „Köln gegen Rechts“ zu einer Kundgebung „Gegen Verschwörungsideologien und Antisemitismus – gegen den Abbau von Grundrechten“ aufgerufen und rund 400 Antifaschistinnen und Antifaschisten beteiligten sich.

Korrespondenz

Sie setzten ein klares Zeichen gegen die sogenannten „Hygiene-Demos“. Eine solche Kundgebnung war zwar durch den Veranstalter abgesagt worden, nachdem bereits die Kundgebung der Antifaschisten auf dem Roncalli-Platz genehmigt worden war.

 

Provokativ versammelten sich aber auf demselben Platz zunehmend auch Esoteriker, Impfgegner, Identitäre und Faschisten. Überwiegend ohne Mundschutz und eng beieinander, provozierten sie die Antifa-Kundgebung immer wieder. Während die Polizei, in mehreren Hundertschaften auf dem Platz, die Teilnehmer der antifaschistischen Kundgebung ständig aufforderte, die Abstandsregeln einzuhalten, ließ sie die Teilnehmer der nicht genehmigten "Hygiene-Demo" gewähren.

Polizei schützt Corona-Leugner

Der Gipfel war, dass die beiden Demos als eine Versammlung behandelt wurden! Die Polizeitaktik richtete sich klar gegen den fortschrittlichen Stimmungsumschwung. Polizisten, die zur Trennung der Gruppen dazwischen aufgezogen wurden, standen mit dem Gesicht zu den Antifaschisten gewandt – schützten also die Corona-Leugner.

 

In den Redebeiträgen wurde dieses Verhalten scharf kritisiert. Die Beiträge brachten durch die Bank den Drang nach Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse zum Ausdruck. Gefordert wurden unter anderem die Auflösung von Flüchtlingsunterkünften und besserer Gesundheitschutz für die Bevölkerung. Die Profitorientierung im Gesundheitssektor wurde gebrandmarkt. Der ver.di-Sprecher forderte eine Arbeitszeitreduzierung.

Protest ist links

Die Kundgebung machte deutlich: Protest gegen die herrschenden Verhältnisse und den Abbau der Grundrechte ist wichtig – er muss aber links sein! Die MLPD beteiligte sich an der Kundgebung mit Fahne, Schildern und Transparent. Für die MLPD ist klar, dass wir uns am antifaschistischen Protest beteiligen, auch wenn manchen von „Köln gegen Rechts“ das nicht passt. Die am Ende der Kundgebung zur Rede gestellten Unterstützer der Erklärung „Stoppt das Anti-Antifa-Geschäft der MLPD“ gerieten in Erklärungsnot und hatten schnell keine Argumente mehr. In weiteren Gesprächen mit Kundgebungsteilnehmern positionierten sich einige klar – „das ist Spaltung, das geht gar nicht“.

 

Wir werden die Auseinandersetzung weiterführen, im Sinne der Bildung einer breiten Front gegen die Rechtsentwicklung und die faschistische Tendenz und gegen den Antikommunismus. Gib Antikommunismus keine Chance!