Antikommunismus

Antikommunismus

Gib Bochumer Antikommunisten keine Chance

Am 19. Mai wurde bei "Rote Fahne News" berichtet, dass die Bochumer SPD- und CDU-Führungen ein Bündnis gegen die AfD geschmiedet und mit antikommunistischen Argumenten sogar die Partei „Die Linke“ und das Kommunalwahlbündnis Soziale Liste ausgegrenzt hatten.

Korrespondenz
Gib Bochumer Antikommunisten keine Chance
"Gib Antikommunismus, Faschismus, Rassismus und Antisemistismus keine Chance" - die MLPD handelt konsequent nach diesem Motto (rf-foto)

Die Empörung über die CDU und SPD in Bochum reichte offenbar bis in die WAZ-Redaktion, die einen Leserbrief von Christoph Schweitzer von der Bochumer MLPD veröffentlichte:

 

„Wenn CDU- und SPD-Führung Bochum gegen Faschismus aktiv werden wollen und zugleich mit antikommunistischen Argumenten die Partei Die Linke und die Soziale Liste angreifen, bedeutet das im Grunde: die Ermordung tausender Kommunisten in KZs, den Überfall auf die sozialistische Sowjetunion lassen diese Leute den Faschisten „durchgehen“ und beschränken sich auf die Verurteilung der Ermordung von sechs Millionen Juden. Man muss kein Kommunist sein, um ehrlich den Faschismus zu bekämpfen. Aber wer ehrlich den Faschismus bekämpfen will, muss Antikommunismus ablehnen. Christoph Schweitzer“

 

Die WAZ kürzte dabei, dass der Verfasser im Namen der Bochumer MLPD schrieb. Und dass Hitler von der Großindustrie an die Macht gehievt wurde, als er (im Januar 1932) vor dem Industrieclub Düsseldorf großkotzig versprach, den Bolschewismus im Inneren (KPD) und äußeren (Sowjetunion) auszurotten. Trotz der Kürzungen ist die Veröffentlichung der Kritik am Antikommunismus bemerkenswert.