Ellwangen

Ellwangen

Ein erster Schritt für den Schutz von Flüchtlingen in der Corona-Pandemie

In einer aktuellen Pressemitteilung unter der Überschrift "100 Geflüchtete aus der LEA Ellwangen dezentral verlegt: Ein erster Schritt für den Schutz von Flüchtlingen in der Corona-Pandemie" berichtet die Solidaritäts- und Hilfsorganisation "Solidarität International e.V.":

Pressemitteilung von SI

Ende letzte Woche wurden etwa 100 Flüchtlinge der Landeserstaufnahmestelle (LEA) in Ellwangen in andere Unterkünfte verlegt, wie das Regierungspräsidium Stuttgart am Wochenende erklärte. Dem vorausgegangen war Anfang April 2020 der erste Covid-19-Fall in der LEA Ellwangen. Da keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen wurden - insbesondere keine sofortige Evakuierung - wurden mindestens 400 der rund 600 Flüchtlinge sowie 32 dort Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert.

 

 

Sowohl die schnelle Ausbreitung von Corona als auch die teils unmenschliche Unterbringung von Flüchtlingen an den europäischen Außengrenzen wie im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos und die Ghettoisierung der Menschen hat in den letzten Wochen für breite Proteste, Kundgebungen, Aktionstage und eine Strafanzeige gegen die baden-württembergische Landesregierung und Verantwortliche der LEA Ellwangen geführt. „Das offenbart ein kaum vorstellbares Ausmaß von Verweigerung notwendiger Vorsorge und Verantwortung für den Schutz der Flüchtlinge und der dort Beschäftigten,“ schreibt die Anwaltskanzlei Meister und Partner in ihrer Anzeige wegen der Vorgänge in Ellwangen ...

 

„Solidarität International (SI) e.V.“ hat in den letzten Wochen und Monaten die Solidarität mit den Geflüchteten mitorganisiert und teilweise prägend Aktionen angestoßen. SI sieht sich als Verein zu gegenseitiger Hilfe und des gegenseitigen Lernens, international. So zählen gerade auch etliche Geflüchtete zu ihren Mitgliedern. SI unterstützt die Nominierung Alassa Mfoupons für den Stuttgarter Friedenspreis. Er war Sprecher der Geflüchteten der LEA Ellwangen und hat sich gemeinsam mit ihnen für deren demokratische Rechte eingesetzt.

 

Ins Flüchtlingslager Moria auf Lesbos hat SI direkte Kontakte, was es SI ermöglichte, Spenden punktgenau und gezielt zu übergeben. Es konnten in kurzer Zeit über 66.000 Euro für Akuthilfe gesammelt und überwiesen werden. SI garantiert bei Spendensammlungen die 100-prozentige Weitergabe der Gelder für den Sammlungszweck.

 

Die Pressemitteilung in voller Länge im pdf-Format