Corona

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„Hurra, ich darf wieder in die Schule und Kita“

„Hurra, mein Kind darf wieder in die Schule und Kita!“ So denken sicher viele Eltern, insbesondere Alleinerziehende. Seit Mitte März sind bundesweit Kitas und Schulen geschlossen, die Betreuung und Bildung muss zu Hause geleistet werden. Eine Riesenbelastung, oft verbunden mit finanziellen Einbussen, Angst um den Job. Doch die Öffnung der Bildungseinrichtungen unter Corona ist eine Herausforderung an das Personal, die Leitungen, sowie Eltern und Kinder.

Von sb

Das Bundesfamilienministerium und die Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder haben sich für die Wiederaufnahme der Kindertagesbetreuung auf einen Vier-Phasenplan geeinigt. Dieser sieht vor, von der Notfallbetreuung zur erweiterten Notfallbetreuung, in einen eingeschränkten Regelbetrieb zur Rückkehr zum Normalbetrieb. Laut Vier-Phasenplan soll dieser „Normalbetrieb“ in fast allen Bundesländern ab Sommer stattfinden. Begriffe wie „Regelbetrieb“ oder „Rückkehr zum Normalbetrieb“ legen aber eine falsche Spur. Denn wir haben es nicht nur mit einem neuartigen Virus zu tun, die Weltwirtschafts- und Finanzkrise ist Schrittmacher für gewaltige Eingriffe in das Leben der breiten Massen.

 

Die Forderung der Industrie nach schneller Lockerung folgt dem Ruf des Maximalprofitstrebens. Wenn nun tatsächlich Kinder dieselbe Viruslasten tragen wie Erwachsene, aber häufiger symptomfrei erkranken, und dazuhin die Übertragung zu 90 Prozent über feine Tröpfchen, Aerosole, stattfindet, dann müssen die Öffnungs- bzw. Betreuungskonzepte modifiziert werden. Meiner Meinung nach sollte der Unterricht, Spiel und Spaß möglichste im Freien stattfinden. Betreuung in kleinen, festen Kindergruppen, im Wechsel zueinander. Sofortige Neueinstellung von pädagogischem Personal, Erarbeitung von Bildungseinheiten im Freien. Lehrer, Erzieher der „Risikogruppe“ sind fachlich bestens geeignet, diese auszuarbeiten. Regelmäßige Testung des Personals, auch ohne Symptome. Schulhöfe bzw. Kitaaussenflächen sollten durch angrenzende Straßen die in Spielstraßen umgewandelt werden, erweitert werden. Gegen Regen können große Zelte mit offenen Seiten aufgestellt werden. Somit wäre notwendiges Mobiliar geschützt. Und, laufende Modifizierung der Schutzmaßnahmen nach neuesten fundierten Erkenntnissen.