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Montagsdemo solidarisch mit Stahlarbeitern von DEW

Mit 25 festen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie weiteren 20 zeitweiligen Zuhörerinnen und Zuhörern und über 200 anderen, die an der Kundgebung vorbeigingen, war dies die seit längerem best besuchte Montagsdemo in Witten. Aufgrund der Abstandsregelungen hatten wir uns mitten auf den Berliner Platz postiert und nahmen so fast die Hälfte des Platzes ein.

Korrespondenz
Montagsdemo solidarisch mit Stahlarbeitern von DEW
Auf der Wittener Montagsdemo (rf-foto)

Rund 15 Beiträge am offenen Mikrofon , die oft von großem Beifall begleitet waren, unterstrichen dies. Mehrere Beiträge griffen die Krisenpolitik der Bundesregierung an, kritisierten die profitorientierte Gesundheitspolitik mit ihren ganzen Folgen für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung, der Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben sowie der Beschäftigten im Gesundheitswesen.

 

Weitere Beiträge betonten die Zusammenhänge zur sich vertiefenden weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise. Für das Sofortprogramm der MLPD wurde geworben, und es wurden viele Exemplare an Interessierte weitergegeben. Der Jugendverband REBELL verbreitete unter einigen anwesenden Jugendlichen sein Sofortprogramm. „Konsequenter Gesundheitsschutz: JA - Abwälzung der Krisenlasten auf die Bevölkerung und Abbau demokratischer Rechte und Freiheiten: NEIN!" Das war klarer Konsens aller Redner und Rednerinnen.

 

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sprechen einhellig ihre Solidarität mit den Stahlarbeitern der Deutschen Edelstahlwerke (DEW) in Witten aus, wo letzte Woche die IG-Metall-Vertrauensleute über eine erneute Erpressung der Geschäftsleitung informiert wurden. Ihnen wurde erzählt, dass es DEW „so schlecht gehe, dass - wenn sie nicht Kredite und Bürgschaften und einen 'Beitrag der Belegschaft' in Form einer 'Verschiebung der Auszahlung des Urlaubsgeldes' bekommen - die DEW bald Insolvenz anmelden müsse". Mit 1800 Beschäftigten würde diese Insolvenz das Herz der Arbeiterstadt Witten treffen.

 

Schon 2017 und 2018 hatten die Stahlkocher auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichtet. Sie haben dieses bis heute noch nicht erhalten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stärkten den Kollegen den Rücken für den notwendigen Kampf gegen diese Angriffe. Nein zur Erpressung! Das Urlaubsgeld muss ausgezahlt werden!