Recklinghausen

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Oer-Erkenschwick: Nicht 39, sondern 176 Covid 19-infizierte Beschäftigte

Am 23. Mai haben wir auf Rote Fahne News vom Tod zweier Beschäftigter bei Westfleisch in Oer-Erkenschwick berichtet.

Zuschrift

Die in dieser Meldung angegebene Zahl von 39 positiv Getesteten ist nicht korrekt. Mitarbeiter der Gesundheitsämter im Kreis Recklinghausen haben recherchiert und die Zahl von 176 (!) mit Covid 19-infizierten Beschäftigten bei "Westfleisch-Gustoland" veröffentlicht.

 

Diese Unterschiede sind gravierend und erklären sich wie folgt: Die Abstriche bei Westfleisch fanden einmal binnen weniger Tage statt. Das bedeutet, an diesem Tag bzw. an diesen Testtagen hat man tatsächlich 39 positive Abstriche im Rachen gefunden.

 

Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes haben nun nach früheren Abstrichen von Westfleisch-Beschäftigten gesucht, welche positiv getestet worden waren. Diese wurden nicht vor dem Werkstor abgestrichen, sondern in ihren Wohnorten benachbarter Städte. Sie wohnen nicht in Oer-Erkenschwick, sondern u.a. in Datteln und in Recklinghausen, von wo sie morgens mit dem Bus zur Arbeit abgeholt wurden. Unter diesen Westfleisch-Beschäftigten wurde man fündig, und somit kommt man auf 176 nachgewiesene Covid-19-Infektionen bei Westfleisch in Oer-Erkenschwick.

 

Während die 39 groß durch die Presse gingen, wurden die 176 kleinzeilig in der Presse nachgereicht. Betrachtet man diese Zusammenhänge, so wird auch verständlich, warum in Borken so hohe Covid-19-Zahlen genannt sind. Borken ist ein Zentrum der Schweinemast; und viele der Infizierten arbeiteten in einer Fleischfabrik in den benachbarten Niederlanden.