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"Hallo Schule!" - Sechstes Balkonkonzert in der Moosdorfstraße

Seitdem wir unsere Balkonkonzerte machen, grüßen sich Nachbarn, die sich zum Teil vorher nie gesehen haben.

Korrespondenz
"Hallo Schule!" - Sechstes Balkonkonzert in der Moosdorfstraße
Einladungsschild für das Balkonkonzert (rf-foto)

Hinter blühenden Bäumen konnte man von der Rampe der alten Fabrik aus nicht alle zählen, die mitsangen, trommelten und klatschten. Sichtbar waren etwa 40 Nachbarinnen und Nachbarn, vor allem Kinder. Denn unser sechstes Corona-Balkonkonzert in der Moosdorfstraße hatte den Titel: „Hallo Schule!“ Wir feierten den Wiederbeginn des Unterrichts.

 

Der Renner war das Lied „Komm und hak' dich ein!“, das ein Junge sich gewünscht hatte. Klasse waren auch selbstgemachte Lieder von drei Mädchen, wie das vom Hai, der lieber nur Würmer fressen möchte. Zu Besuch war auch „Hannes aus der Knopffabrik“, der für den Chef mit immer mehr Händen und Füßen arbeiten muss … Während die Bosse der Fabrik im Homeoffice mit Abstand gute Profite scheffeln - wie bei Siemens in unserem Stadtteil.

 

Applaus gab es auch für die Aufforderung, für mehr Personal und höhere Löhne im Gesundheitswesen zu kämpfen. Ein Lied von Karl Nümmes und Schülerinnen gegen den Bau der A100 in unserem Stadtteil lenkte den Blick auf die Notwendigkeit, über das Klatschen für die Beschäftigten im Gesundheitswesen hinauszugehen. Feinstaub, Lärm und Gase machen Menschen gerade auch bei Pandemien besonders anfällig für gefährliche Viren wie Corona.

 

Auch dieses Konzert war ein Baustein zur Entwicklung der Solidarität von unten, die wir in kommenden Krisenzeiten benötigen. Es entspann sich anschließend ein Gespräch unter Nachbarn über die Notwendigkeit der sozialistischen Alternative zum Kapitalismus.