Kassel

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Prozess zum Mord an Walter Lübcke beginnt am 16. Juni

Offenbar vor dem Hintergrund des am 16. Juni beginnenden Prozesses gegen Mörder Walter Lübckes fand eine bundesweite Razzia gegen Mordhetze zu Walter Lübcke statt.

Von jgä

In zwölf Bundesländern wurden 40 Verdächtige vernommen. Frage: Warum erst jetzt? Diese Hetze begann schon 2015 und war den Ermittlungsbehörden wohlbekannt. Unter anderem ist dabei führend die frühere CDU-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Vertriebenenverbands, Eva Steinbach.

 

Solche Informationen und ein guter Überblick sind enthalten in einer neuen ARD-Dokumentation „Tödlicher Hass – Der Mordfall Walter Lübcke“. Sie kommt am 8. Juni, um 22.30, ist aber ab sofort in der Mediathek zu sehen.

 

Sie lässt allerdings weitgehend die Faschisierung des Staatsapparats in diesem Fall außen vor. Sicher war Walter Lübcke ein Vertreter der bürgerlichen Demokratie. Auf die Solidarität mit den bürgerlich-demokratischen Institutionen versucht daher Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Solidaritätsbewegung einzuschwören. Wir ehren sein Andenken als einen wichtigen christlich-humanitären Streiter für Flüchtlingsrechte und gegen Nazis.

 

Hier geht es zur Dokumentation "Tödlicher Hass - Der Mordfall Walter Lübcke"