ZF-Konzern

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„Wir bezahlen den Wabco-Kauf nicht mit unseren Arbeitsplätzen“

Am Mittwoch ließ der ZF-Vorstand die Maske der sozialen Stiftung fallen und kündigte in einem Mitarbeiterbrief den Abbau von 12.000 bis 15.000 Arbeitsplätzen an. Damit reiht er sich ein in die Gesellschaft der Monopolunternehmen von Audi, BMW, Renault, Eberspächer, VW, Daimler, PSA/Opel, Bosch, Conti, Ford... Bereits im letzten Quartal 2019 (vor Corona!) sickerten entsprechende Pläne von ZF durch, die dann beschwichtigend nur als „Idee“ verharmlost wurden.

Von MLPD Saarbrücken
„Wir bezahlen den Wabco-Kauf nicht mit unseren Arbeitsplätzen“
Das Wabco Technologie- und Innovationszentrum in Hannover foto: Gerd Fahrenhorst (CC-BY 4.0))

Schuld (an der Arbeitsplatzvernichtung, Anm. d. Red.) sei die „globale Rezession“. Sprechen wir doch lieber Klartext: Corona ist nicht die Ursache. Bereits seit Mitte 2018 ist eine Weltwirtschafts- und Finanzkrise eingeleitet...

ZF ist Teil des kapitalistischen Problems

„ZF kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen“ heißt es im Mitarbeiterbrief. Mit dem Kauf von TRW (13,5 Milliarden US-Dollar) und jetzt Wabco (6,2 Milliarden Euro) will sich ZF im harten Konkurrenzkampf an die Weltspitze der Automobilzulieferer katapultieren. ZF gehört bereits zu den weltweit 500 größten Übermonopolen, dem allein herrschenden internationalen Finanzkapital. Aus der Krise versuchen sich diese Konzerne herauszuhalten, indem sie sich aus Milliarden an staatlichen Krisenprogrammen bedienen und die Lasten auf uns abwälzen.


Hat sich ZF an den milliardenschweren Käufen verschluckt – und sollen dafür jetzt die „lieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ geradestehen? War es Kalkül auf die Erpressbarkeit der Belegschaft in der Krise? Zwei Tage nach Ankündigung des Arbeitsplatzabbaus wurde der Kauf von Wabco unter Dach und Fach gebracht...

 

Also handeln wir schnell und konsequent … Es geht um die Zukunft der Arbeiterfamilien und unserer Jugend ...

  • In den Abteilungen zusammenschließen und manche Differenzen erstmal hintanstellen
  • Stärkung der IGM und der kämpferischen Gewerkschaftsarbeit
  • Bei Arbeitsausfall volle Bezahlung des Monatsentgelts durch ZF nach §615 bGB!
  • Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz!
  • 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich!
  •  Stärkt die MLPD und den Jugendverband REBELL

 

Hier gibt es den kompletten Text als pdf-Datei!