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Altendorf im Zeichen des Kampfs gegen Polizeigewalt und Rassismus

Der REBELL Essen rief vergangenes Wochenende zu einer Demonstration gegen Polizeigewalt und Rassismus im migrantisch geprägten Arbeiterviertel Altendorf auf. Daran beteiligten sich neben dem Jugendverband REBELL die MLPD, Rebellion Ruhr, BIR-KAR, die TKIP, das Internationalistische Bündnis und viele Jugendliche, die über Social Media davon erfuhren.

Korrespondenz
Altendorf im Zeichen des Kampfs gegen Polizeigewalt und Rassismus
Die Gedenkminute (rf-foto)

Bis zu 80 Menschen demonstrierten unter Parolen und Beiträgen am offenen Mikrofon durch das Viertel, zeigten Solidarität mit den Protesten in den USA und protestierten gegen Polizeigewalt in Deutschland. Dabei gab es ergreifende Reden, so von der Mutter des von der Polizei ermordeten Adel B. und einer jungen Frau, die ihre eigenen Erfahrungen des Alltagsrassismus schilderte.

 

In Redebeiträgen von MLPD und REBELL wurde offengelegt, wie Rassismus den Herrschenden zur Spaltung der Arbeiterklasse dient, und dass der Kapitalismus angegriffen und abgeschafft werden muss. Sowohl Wut und Trauer kamen dabei zum Ausdruck, aber auch, dass die Rebellion der Menschen Mut macht. Es wurde deutlich, dass es einer Perspektive - wie der des echten Sozialismus - und einer zielklaren Organisation bedarf, will man eine bessere Welt erkämpfen.

 

Viele Anwohner zeigten sich solidarisch, klatschten Beifall, oder schlossen sich dem Demozug an. Dabei wurde deutlich, wie das Thema die Menschen bewegt. Im Anschluss werteten wir aus, dass wir mit einer breiteren Mobilisierung noch mehr Menschen hätten erreichen können. Doch war der Tag trotzdem ein voller Erfolg.

 

Der REBELL lud zu seiner AG ein, die jeden Sonntag, um 17 Uhr, in Altendorf auf dem Christusplatz stattfindet. Am 14. Juni wird dort ein Transparent gegen Aufmärsche von Faschisten und Rassisten gemalt.