Lesetipp

Lesetipp

„Der 17. Juni 1953“

Der 17. Juni ist seit 1953 immer ein Tag, an dem die antikommunistische Hetze in den bürgerlichen Medien verstärkt wird.

Korrespondenz aus Berlin / usch

Die Situation in der damals noch jungen DDR war im Aufbau des Sozialismus schwierig – die Menschen erkämpften sich im Gegensatz zu den Westzonen mit der Entnazifizierung eine antifaschistisch-demokratische Ordnung und die Enteignung der Großgrundbesitzer, Großbetriebe und Banken. Doch es wurden Fehler gemacht. Es gab Probleme in der Versorgung der Massen und wachsenden Unmut derselben über bürokratische Erscheinungen im Partei-, Staats- und Wirtschaftsapparat. In dieser Situation brachte eine im Frühjahr 1953 von oben verfügte Erhöhung der Arbeitsnorm um 10 Prozent das Fass zum Überlaufen. Es gab erste Streiks. Bauarbeiter demonstrierten am 9. Juni auf der Stalinallee in Berlin (heute Karl-Marx-Allee) Antikommunistische Kräfte versuchten, den berechtigten Unmut gegen die gesamte antifaschistisch-demokratische Ordnung zu lenken.

„DDR aktuell Nr. 1“

In Nummer 1 der Reihe „DDR aktuell“ - Von der antifaschistisch-demokratischen Ordnung zum bürokratischen Kapitalismus (2,10 Euro) werden unter anderem die Ereignisse um den 17. Juni vom marxistisch-leninistischen Standpunkt in die Entwicklung seit dem II. Weltkrieg eingebettet. Aber auch das Unvermögen der SED-Führung, diese Situation richtig einzuschätzen und entsprechend zu handeln, wird vom proletarischen Klassenstandpuntk aus kritisiert.

Stephan Heym: „5 Tage im Juni“

Stefan Heym schildert in seinem Buch (12 Euro) die Streiktage vom 13. bis 17. Juni 1953 - vor allem in der Stalinallee in Ost-Berlin - sehr genau und einfühlsam. Stephan Heym steht dabei auf der Seite der Arbeiter, die um berechtigte Forderungen - ökonomisch wie politisch - kämpfen. Ein lohnendes und spannendes Buch.

 

Alle Bücher können bei People to People bestellt werden!